MGTOW, PUAs (Pickup Artists) und Herbivoren

Alle drei Richtungen sind Reaktionen der Männer auf den Feminismus. Wie immer folgt auf eine Aktion eine Reaktion (actio-reactio), der Feminismus war die Aktion und die Feministen konnten sich die Reaktionen offenbar nicht vorstellen.

Eine Ehe ist zuerst mal ein Wirtschaftsbündnis, eine Liebesheirat wurde erst in den 60er Jahren üblich. Dieses Bündnis sorgt dafür, dass Familienwerte über Generationen erhalten werden, dass Frauen abgesichert sind, dass es stabile Beziehungen gibt, sodass die Herrscher keine Umstürze zorniger Männer fürchten müssen und dass für Nachwuchs (Soldaten) gesorgt ist. Man sieht, Liebe kommt in diesen gesellschaftlichen Planungen nicht vor.

Ein kleines Goodie gab es für die Männer auch: Regelmäßiger Sex war die Belohnung für lebenslange Versorgertätigkeiten für Frau und Nachwuchs.

Eben jener männlicher Sexualtrieb war auch in der Kalkulation der Feministinnen enthalten: Dieser war aus deren Sicht so hoch, dass Männer dem feministischen Initiativen nichts entgegensetzen würden, weil die Frauen die Männer über den Sex in der Hand haben (so war der Gedanke).

Es stimmt auch: Mit 18 Jahren ist ein Mann so von Sex besessen, dass er Unmengen an dummen und risikoreichen Verhaltensweisen an den Tag legt, nur um zum Stich zu kommen. Allerdings pendeln sich die Hormone später ein, ab 30 wird man schon deutlich ruhiger. Das ist auch der Grund, warum Frauen versuchen, einem Mann möglichst früh den Ehering überzustülpen: Sie selbst sind noch knackig und der Mann hat nur Sex im Kopf und geht darum vor dem Staat einen Vertrag (die Ehe…) ein, der für ihn völlig benachteiligend ist.

Nun ist der Sexualtrieb des Mannes nicht gleichverteilt, die einen brauchen den Sex mehr, die anderen weniger. MGTOW hilft dabei: Wer die Natur der Geschlechter kennt, kann etwas distanzierter auf das Geschlechterverhältnis blicken und den Aufwand und Ertrag (was muss ich für Sex tun) in einem objektiveren Verhältnis beurteilen.

Ich glaube auch, dass nur jemand mit etwas reduziertem Sexualtrieb als MGTOW glücklich wird. Weil man eben als MGTOW sein Leben (auch) mit anderen Inhalten füllt bzw. füllen muss.

Nun zur Abgrenzung zu den anderen beiden Richtungen: Allen ist gemein, dass sie zu Sex und Ehe ein ent-romantisiertes Verhältnis haben und eine Frau nicht als zentralen Lebensinhalt sehen:

MGTOW identifizieren ihre eigenen Bedürfnisse, eine Frau kann da einen Platz haben, eine zentrale Rolle spielt sie aber nicht. Kinder und Ehe sind ausgeschlossen, Beziehungen sind jedoch möglich, ebenso ist Sex möglich aber nicht Bedingung (in Form von Beziehungen aber auch in Form von Escortdamen)

Für PUA (Pick-Up Artists, „Aufreisskünstler“) spielen Frauen, besser gesagt spielt Sex eine wesentlichere Rolle. Das Ziel ist nicht die Beziehung, sondern das „Game“. Sie sehen Frauen auch ohne Romantik, das Leben ist ein Spiel, bei dem es darum geht, möglichst viele möglichst schnell ins Bett zu kriegen. Dazu ist es notwendig, sich zu verstellen. Man verleugnet sich selbst, man sagt, was die Dame hören will, Hauptsache es geht dann rasch in die Kiste. Der rasche Wechsel an Partnerinnen ist Realität, wenn nicht gar Ziel. Kinder und Ehe sind es nicht. Viele PUAs werden später mit dem erworbenen Wissen über das Geschlechterverhältnis und der Abstumpfung darüber zuMGTOWs.
Ich sehe PUAs als Vorstufe zum MGTOW, in der Phase wo die Hormone regelmäßig Sex fordern.

Herbivoren (eigentlich der Fachbegriff für „Pflanzenfresser“) sind vor allem ein japanisches Phänomen. Diese Männer haben keine Frauen und keinen Sex und wollen auch keinen. Sie rufen keine Escort-Damen an, sondern leben ihr selbstgewähltes Zölibat. Sofern ein Herbivore sich nicht nur vor der Playstation im Zimmer verkriecht, ist er natürlich ein MGTOW. Der Unterschied zum MGTOW ist nur die absolute Ablehnung von Frauen im Privaten (und möglichst im Beruflichen), während das beim MGTOW einfach nur eine Option ist. Umgekehrt zeichnet sich der MGTOW durch Hobbies oder Beruf, jedenfalls durch sinnstiftende, erfüllende Tätigkeiten aus, der Herbivore definiert sich nur durch die „Frauenfreiheit“. Selbstredend kann man nur Herbivore sein, wenn man einen sehr eingeschränkten Sexualtrieb hat, sonst wird man verrückt.

Vor Herbivoren haben Frauen am meisten Angst, weil sie keine Kontrolle über diese Männer in Form von Sex oder gesellschaftlichem Druck haben. MGTOWs sind nicht so leicht zu erkennen (wenn sie es so wollen). Und viele PUAs sind mit ihrer Strategie auch schon eingefahren, durch die Zentralisierung des Sex als ihr Lebensmotiv sind sie angreifbar (plötzliche ungeplante Schwangerschaft, Vergewaltigungsanschuldigungen, etc.).

Daher ist MGTOW der Weg, den man gehen sollte – wenn man den Umweg über die PUA-Schiene macht und dabei schön aufpasst (immer Kondome, diese selbst entsorgen,…) kann das am Anfang auch viel Spaß machen, das ist eine individuelle Entscheidung. Kleiner Tipp an alle PUAs: Versucht es nur mit erfolgreichen jungen Studentinnen, diese wollen noch keine Kinder, das Risiko ist viel geringer, wenn die Frau es erst für später plant!

4 Gedanken zu “MGTOW, PUAs (Pickup Artists) und Herbivoren

  1. „Ich glaube auch, dass nur jemand mit etwas reduziertem Sexualtrieb als MGTOW glücklich wird.“ Das kann ich nicht bestätigen. Ich bin Migtow, habe aber dennoch einen starken Sexualtrieb. Mein Weg ist der gelegentliche Verkehr mit Prostituierten (okay das geht leider nicht in allen Teilen der Welt so problemlos) und zwischendurch Masturbation – mit UND ohne Pornos! Mit Masturbation ist es ja nichts anderes als mit echtem Sex – nimmt man sie nur als notwendiges Übel zur Triebabfuhr, muss sie schnell gehen, dann wird sie zu einer Routine, die einer lästigen Pflicht ähnelt. Man muss mit dem Kopf dabei sein, dann kann es diesen Spaß machen. Und eine gute Beckenmuskulatur kann die Qualität der Orgasmen wesentlich steigern. Man sollte seinen Schwanz einfach wertschätzen 😀

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  2. Servus Männers, als „Pick Up“ noch ganz frisch war, da war es für mich wie eine Offenbarung. Endlich ein „Game“ das funktioniert. Zu dieser Zeit war ich um die 20 und in Deutschland waren Namen wie „Mistery“ völlig unbekannt, zu meinem Vorteil. Das war 2005.

    Es war eine krasse Zeit in der ich mehr Spaß an dem Game hatte als an einem „Lay“ und leider ist mir dadurch auch die Psyche der Frauen bewusst geworden. Mir glaubte im Jahre 2009 niemand aber so langsam schimmert das alles durch wie Frauen „ticken“.

    Meine Erfahrungen sind exorbitant und es gab bei mir leider keine einzige Ausnahme. Die Natur lässt sich eben nicht austricksen und daher bin ich überzeugter MGTOW, wenn man dafür ein Wort braucht.

    Natürlich habe ich Sex aber meine innere Einstellung ist die eines Einzelgängers und es stimmt ab 30 nimmt das verlangen nach Sex auch nach und meine Ansprüche sind sowieso schon sehr hoch. So würde ich mit einer verbindlichen Ehe also Leistung bringen für etwas was ich gar nicht mehr benötige oder möchte, weil Frauen ab 30 auch noch zusätzlich an Attraktiviät verlieren.

    Eine kurze Zeit hat es mir Spaß gemacht Frauen psychisch zu ärgern, die Ursache mag irgendwo in der Kindheit liegen aber nach 15 Jahren mit Frauen spielen und um Freud aufzugreifen „Was will das Weib?“.

    „Mir scheißegal.“

    Das ich ein Mann geworden bin, dafür danke ich dir Gott! 🙂

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