Vom Schwachsinn der Reproduktionsarbeit

Eine Stärke des Feminismus ist es, Belanglosigkeiten Bedeutung zu geben und neue Begriffe in Politik und Gesellschaft zu verankern, die bei genauer Betrachtung keinerlei Substanz haben.

Besondere Belustigung verschafft mir der Begriff Reproduktionsarbeit (http://derstandard.at/2000034226699/Kapitalismus-und-Patriarchat-arbeiten-mit-dem-Schamgefuehl). Damit meinen Feministinnen den Umstand, dass Frauen Kinder bekommen und dies nicht ausreichend mit Geld entlohnt wird.

Mein Begriff von Erwerbsarbeit ist: Tätigkeiten, die ich gegen Geld mache. Ich mache es deshalb (nur) gegen Geld, weil ich sonst mit meiner Zeit etwas besseres anzufangen wüsste. Würde der Chef sagen: „Ab morgen bekommst du kein Geld mehr, aber dein Job hat dir ja immer soviel Freude bereitet, da kommst du doch auch so, oder?“ würde ihn wohl jeder auslachen. Ja, Gartenarbeit ist auch Arbeit – aber es ist eine Arbeit, die wir freiwillig tun, weil wir uns es so ausgesucht haben und weil es uns Freude bereitet – niemand wird zur Gartenarbeit gezwungen.

Genauso wird niemand (in unserer westlichen Welt) zum Kinderkriegen gezwungen. Wir Männer wissen, dass der Kinderwunsch zumeist von der Frau ausgeht, manchmal auch gemeinschaftlich. Ich kenne nur ein einziges Paar, wo ein Mann sich ein Kind wünscht und die Frau nicht und das hat damit zu tun, dass der Mann schon recht alt ist und die Frau gleichzeitig hypergam veranlagt ist und noch nach einem besseren Ausschau hält, wofür ein Kind eher nachteilig wäre. Das Kinderkriegen ist also ein Wunsch/Hobby wie die Gartenarbeit, keine Erwerbsarbeit.

Drehen wir den Spieß um: Mit Anfang 20 sind Männer so hormongesteuert, dass quasi alles unter einem Body-Mass-Index von 30 gevögelt wird und dafür legen sich die Männer richtig ins Zeug. Man könnte diesen Aufwand doch durchaus auch als „Bewunderungs- und Befriedigungsarbeit“ bezeichnen: Die Frau bekommt Komplimente und wird umworben (Bewunderung) und wenn sie einverstanden ist – und nur dann – bekommt sie auch die sexuelle Befriedigung. Dieser extrem hohe bis zur Erschöpfung gehende männliche Aufwand, der ausschließlich der weiblichen Bevölkerung zu Gute kommt, gehört doch abgegolten! Zum Beispiel durch eine zusätzliche Steuer, die alle 18-35jährigen Frauen zu entrichten haben. Diese Einnahmen könnte man dann an alle über 45jährigen Frauen in Form einer Leibrente ausschütten, denn diese werden viel zu selten bewundert oder gar befriedigt. Einen Teil würde ich natürlich auch den Männern geben, die diese ganze gesellschaftlich relevante Arbeit leisten. Merkt jetzt wirklich der letzte Dödel wie absurd die Etablierung des Begriffs „Reproduktionsarbeit“ ist?

Die Steigerungsstufe ist übrigens die „emotionale Arbeit“, also der Umstand, dass Frauen sich mit Männern überhaupt abgeben.

Schönes Wochenende!

6 Gedanken zu “Vom Schwachsinn der Reproduktionsarbeit

  1. Vielleicht solltest du lieber schreiben, daß es ein Fluch des Feminismus ist oder eine Unsitte, Belanglosem Bedeutung zu geben.

    Ein Argument für die Reproduktions-Anwälte wäre aber schlicht das Schaffen von Nachwuchs, das wohl wichtiger ist für die Gesellschaft als Gartenarbeit. Außerdem bedeutet Kinderkriegen eben auch ca. ein Jahr aus dem Berufsleben raus zu sein etc. Allerdings gibt es dafür ja schon das Elterngeld. Und dann wollen die Feministinnen immer Kinderbetreuung etc. und berufstätige Frauen.

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird das Problem lösen. 🙂

    Wirklich ärgerlich ist für mich immer wieder, wie dumm doch die Masse ist, die sich von diesem feministischen Schwachsinn einlullen läßt und glaubt, sie wäre progressiv.

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    1. Nun, „Stärke“ war natürlich ironisch gemeint. Und ja, natürlich braucht eine Gesellschaft Nachwuchs. Die MGTOW-Einstellung wird aber immer eine Minderheit sein bzw. wird es immer genügend Frauen und Männer geben, die sich ein Kind wünschen, sodass unsere Gesellschaft nicht ausstirbt. Aufgrund von steigender Produktivität bzw. weltweiter Überbevölkerung ist ein Schrumpfungsprozess sicher zu verkraften – dass auf unrealistischem Wachstum basierende Sozialsysteme adaptiert werden müssen, kann kein Argument für karnickelhafte Vermehrung sein.

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      1. „Die MGTOW-Einstellung wird aber immer eine Minderheit sein“
        Ich denke du unterschätzt das. Denn ich glaube das wir schon in diesem Moment keine Minderheit mehr sind. Hier nur ein Artikel von vielen anderen. Sehr interessant sind die Zahlen vom Statistischen Bundesamt. Im Beamtendeutsch sind MGTOW = Echte Junggesellen.
        http://www.tagesanzeiger.ch/leben/Single-maennlich-sucht-keineHeirat/story/21073501

        Ich hatte auch schon Artikel über dieses Thema für die USA kann den aber leider im Moment nicht finden.
        Das dort 73% der 18 bis 30 Jährigen nicht verheiratet sind und voraussichtlich die hälfte der Männer niemals heiraten werden. Auch die Franzosen und Skandinavier sind in der Entwicklung weiter als wir.

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