SJW – Sex, Job, Weiber – das Spannungsverhältnis eines Betamanns

SJW steht im Internet eigentlich für Social Justice Warrior, also Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Damit sind Menschen gemeint, die fleißigen Menschen etwas wegnehmen wollen, um es faulen zu geben. Offiziell will man natürlich nur „den Reichen“ etwas nehmen, aber da das kompliziert ist und sich das Wegnehmen über Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Sozialversicherung und sonstige Abgaben schon so gut bewährt hat, verwendet man diese Mittel um vermeintlich „benachteiligten“ eine Wohltat zukommen zu lassen.

Ich missbrauche die Abkürzung aber, um die Prioritäten im Leben eines Betamanns aufzuzeigen und die Lebenseinstellung dadurch von einem Alphamann oder einem MGTOW abzugrenzen. Nochmals zur Erinnerung: 90-95% aller Männer sind von Natur aus Betas, nur wenige werden als Alpha geboren oder entwickeln sich ohne eigenes Zutun dazu. MGTOW ist der Weg für Betamänner aus der Versorgerrolle zu schlüpfen und zumindest teiweise ein Leben eines „natural born alpha“ zu führen.

Ein entscheidender Unterschied zwischen einem MGTOW und allen anderen Männern (ob Alpha, Beta oder ganz was anderes) – sozusagen das Differenzierungsmerkmal schlechthin – ist der Umgang mit Statussymbolen. Ein Statussymbol ist etwas, das viel Geld (gegebenenfalls viel Aufwand) erfordert und zwar deutlich mehr als dann damit Nutzen verbunden ist. Objektiv betrachtet als ein schlechter Deal. Der gute Deal wird für die Nicht-MGTOWs dadurch erzielt, dass mit dem Statussymbol eine gesellschaftliche Anerkennung verbunden ist, die den Preis (bzw. den Aufwand) wieder rechtfertigt. Nachdem ein MGTOW seinen eigenen Weg geht und damit definitionsgemäß auf die Meinung anderer bzw. der Gesellschaft im Allgemeinen schei*t, sind Statussymbole für ihn nicht von so großem Nutzen. Ein Statussymbol kann ein teures Auto oder eine teure/schöne (in diesem Sinne gleichbedeutend!) Frau sein. Das heißt nicht, dass ein MGTOW nur eine Klapperkiste fahren darf, aber wenn er ein schönes Auto fährt, dann nur darum, weil es ihm selbst Freude macht und nicht um andere zu beeindrucken.
Ein MGTOW zieht seine Befriedigung aus dem Handeln und Erleben, nicht aus dem Besitzen und Präsentieren.

Sex

Ein Mensch für den Sex wichtig ist, ist ein Mann. Auch für einen MGTOW ist Sex wichtig. Für viele Frauen ist Sex ein Mittel, um Dinge zu bekommen – diese Dinge müssen vom jeweiligen Sexualpartner dann erbracht werden. Ein Alpha bekommt den Sex gratis, ein Beta sieht zu, wie er diese Dinge organisiert/finanziert, ein MGTOW hingegen wägt ab, ob die Gegenleistung überhaupt passt und verzichtet gegebenenfalls auf Sex. Ein Beta verzichtet nur auf Sex, wenn er ihn sich nicht leisten kann, er ist ein Höriger seiner Körpermitte.

Job

Ein Beta wird und muss immer den Job annehmen, in dem er gemäß seiner Fähigkeiten am meisten verdient, um dieses Geld in (mickrigen, seltenen) Sex tauschen zu können, dessen Preis sich immer weiter erhöht im Lauf der Jahre einer Beziehung. Er ist ein Esel mit einer vorgespannten Karotte. Ein Unterschicht-Alpha legt keinen besonderen Wert auf den Job, Frauen und Sex bekommt er auch so; ein Oberschicht-Alpha priorisiert seinen Job, weil er ihm Macht verleiht. Ein MGTOW hingegen macht einen Job nur, wenn er ihm Freude bereitet (durch weniger Statussymbole ist extreme Einkommensmaximierung dann auch nicht notwendig) oder er sieht es als notwendige Übel, um seine anderen Interessen zu finanzieren – aber auch hier wird nicht das Einkommen maximiert (und dem Chef in den Hintern gekrochen), sondern das Verhältnis aus Aufwand und erzieltem Nutzen muss (wie beim Sex) in einem vernünftigen Verhältnis stehen.

Weiber

Ein Alpha ist im Normalfall in seiner Sexualität nur durch seine Potenz limitiert, ein Beta hingegen ständig „underfucked“. Ein Beta hat möglicherweise sogar mehr Sex als ein MGTOW weil er sich mit viel Aufwand noch eine Geliebte hält, etc. Das Verhältnis Investition/erreichter Sex ist jedenfalls ein Trauerspiel. Ein MGTOW hat Sex oder auch nicht, hat viel oder wenig – wie es sich eben ergibt. Die Lebensfreude zieht ein MGTOW aus vielen Quellen, wovon Sex eine ist (sein kann). Wenn die Quelle gerade nicht sprudelt, dann sprudelt eine andere. Das ist die Freiheit, die ein MGTOW genießt.

4 Gedanken zu “SJW – Sex, Job, Weiber – das Spannungsverhältnis eines Betamanns

  1. Mal wieder ein sehr guter Artikel. Ich möchte aber anmerken:
    Ich glaube dass in jedem Mann ein Alpha steckt, der nur „erweckt“ werden muss. Es ist genetisch verankert.
    Grund: Schwache Männer haben sich Jahrtausende lang nicht fortgepflanzt. Sie sind aus dem Genpool verschwunden.
    Auch wenn sich der Überlegenskampf seit der Medizin des 19. und 20. Jhd stark verändert hat in Europa, so denke ich doch dass „Alles Evolution Blog“ Recht hat, wenn dort steht „Ihr seid alle Alpha“. Leider finde ich den Link nicht.
    Die Begriffe Alpha/Beta werde hier in diesem Blog mehr so auf die amerikanische Art benutzt, während die German Manosphere diese Begriffe etwas differenzierter benutzt.
    Was aus amerik. Sicht ein Alpha ist, das ist unter Umständen aus deutscher Sicht ein PSEUDO-Alpha.

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  2. „Ein Mensch zieht seine Befriedigung aus dem Handeln und Erleben, nicht aus dem Besitzen und Präsentieren.“

    Ein „Alpha“ ist im Grunde ein Mensch der sich selbst gefunden hat, die „Anderen“ folgen ihm dann ganz automatisch aber um diesen Weg zu gehen „muss“ man erstmal alles von sich trennen.

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  3. Yes, i am underfuckt, underpaid, undervalued.
    I invested to much and gained so little in return.
    I am the average Beta-Man. I better become an
    a MGTOW now.

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