Männlicher Sexneid schlägt in Frauenverachtung um

In vielen Männerforen wird oft verächtlich über junge Frauen, die das Schwanzkarussell reiten (=viele Sexualpartner haben) hergezogen, dabei ist doch genau das die männliche Phantasie: Großen Andrang an Sexualpartnern zu haben, sich aus den vielen Angeboten das Geilste (im wahrsten Sinn des Wortes) aussuchen zu können.

Das was wir den Frauen vorwerfen, wollen wir eigentlich selbst. Das ist wohl sie ziemlich die beste Definition von Neid, und zwar von destruktivem Neid – wir vergönnen es den Frauen nicht. Wenn die Frauen dann optisch gegen die Wand fahren (englisch „hit the wall“) und dementsprechend der Andrang zurückgeht, dann machen sich viele Männer darüber nochmals lustig. Also zuerst Verachtung für das Handeln, dann Arroganz.

Dabei sind die meisten Männer nicht viel besser und dann ab den 30ern, wenn sich der sexuelle Marktwert umdreht und die Männer im Vorteil sind, wird dies genauso ausgenutzt. Angebot und Nachfrage wie in jedem Markt eben. Natürlich schwingt da immer ein wenig Genugtuung mit, schließlich wurde jeder Nicht-Alpha in jungen Jahren mit wenig Einkommen und wenig Status von den Frauen verarscht – lassen sich auf Getränke und mehr einladen und nutzen den Mann als Orbiter in dem Sie ein Interesse vorheucheln, das gar nicht existiert – Sie sind einfach berechnend auf Ihren Vorteil aus, das Angebots-/Nachfrageverhältnis zu Ihren Gunsten noch mit zusätzlicher Täuschung verstärkt für sich nutzen.

Also: Alles nur zu gut verständlich, aber es sollte trotzdem nicht in Frauenverachtung umschlagen. Die Natur hat den Geschlechtern verschiedene Stärken und Schwächen gegeben und diese dann auch noch in den verschiedenen Lebensphasen ungerecht verteilt. Begeben wir uns also nicht auf eine Stufe mit dem Radikalfeminismus sondern erkennen wir diese natürliche Unterschiede als gegeben an – unterm Strich hat wohl keines der Geschlechter große Vorteile, sondern nur unterschiedliche Möglichkeiten. Da ich nun um die 40 bin, habe ich die „schlechten“ Zeiten meiner männlichen Existenz schon hinter mir gelassen und kann mich auf die Zukunft freuen, die einfach nur Spitze sein wird.

Zu viele männliche Chefs - Die Anzahl von LKW-Fahrern, Kohlenminenarbeitern und Müllmännern ist aber absolut ok

Hilfe, ich schwimme im Geld!

Frauen und Geld haben eines gemeinsam: Je mehr man davon hat, desto uninteressanter wird es – oder umgekehrt: Wenn man zuwenig davon hat, dann dreht sich nur alles darum. Wenn der Kontostand mal fünfstellig wird, wird man entspannt, ab einer sechsstelligen Zahl geht’s sogar sehr relaxed zu. Wobei nicht nur der Stand zählt, sondern vor allem die monatliche Kostensituation:

Hilfe

Als unverheirateter Mann in der Blüte seines Lebens ohne finanzielle Verpflichtungen und Kinder und einem erfolgreichen Beruf in der Selbständigkeit verdiene ich mehr Geld als ich (für mich) ausgeben kann. Mein Bruder mit Kredithütte, einem Kind, zweitem Kind in der Mache und einer Frau, die seit der Geburt des ersten Kindes keine Anstalten mehr zeigt, einen Teil des Familieneinkommens zu erwirtschaften (stattdessen sind die Ansprüche gestiegen, regelmäßige Wellnessurlaube mit Kindbetreuung zur Erholung von der schweren Last der Mutterschaft gehören jetzt an die Tagesordnung) – der verdient am Papier sogar mehr und es bleibt ihm nichts.

Der Ferrari

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was ich mit dem Geld anstellen soll. Mein Plan: Solange mir meine Arbeit Spaß macht, mache ich es noch. Und wenn sie mir mal keinen Spaß mehr macht, dann bin ich halt Privatier. Man könnte jetzt einwenden: Dann kauf dir halt einen Ferrari von dem Geld. Mein Problem: Jeder Euro ist selbst erarbeitet, nichts geerbt oder geschenkt bekommen, keine Scheidungsabfindung und kein Lottogewinn. Jeder Euro war daher mit Aufwand verbunden und darum wird er von mir auch wertgeschätzt. Wenn ich mir jetzt einen Ferrari kaufe, dann habe ich die ersten Wochen ein breites Grinsen im Gesicht. Dieses Grinsen geht ein wenig zurück, wenn ich mit dem 100 EUR Schein an der Tankstelle die letzten 400 Kilometer bezahle und dieses Grinsen verschwindet, wenn ich an den Öl- und Zahnriemenservice denke, der regelmäßig ansteht und der mir nichts bringt, außer, dass das Auto weiterhin betriebsbereit ist. Wenn man das Auto irgendwo parkt, muss man immer Angst haben, dass einem ein Sozialneider den Lack zerkratzt. Kurzum: Ich bin zu rational – der Gewinn durch ein geiles Fahrverhalten, betörenden Sound und großartige Ledersitze hält nicht so lange an und ist nicht soviel wert, wie die Verpflichtung, das Auto zu erhalten und der mögliche damit verbundene Ärger. Ein Ferrari ist nur etwas für Leute, die das Geld nicht durch eigene Arbeit erhalten haben und die dann nicht bei den damit verbundenen Aufwendungen diese in Relation mit dem Auwand, das Geld zu beschaffen, in Relation setzen.

Früher war alles besser

Jeder kennt den Spruch: In den 70er und 80er Jahren konnte ein fleißiger Handwerker als Alleinverdiener eine Familie erhalten und noch ein Haus bauen. Davon sind wir mittlerweile weit entfernt. Womit hat das zu tun? Es gibt wie immer mehrere Effekte: Einerseits gibt es weniger Erarbeiter und mehr Empfänger – heutzutage sind weniger als die Hälfte der Bevölkerung erwerbstätig und steuerpflichtig. Wenn wir dann noch die Beamten etc. abziehen, die zwar auch eine Leistung erbringen, aber diese ja trotzdem von den Anderen bezahlt werden muss, kann man schon mal annehmen, dass ca. 25% der Bevölkerung den ganzen Laden am Laufen halten. Also 1 produktiver, schlauer, fleißiger Mensch ernährt 3 weitere – und das im Schnitt! Wenn der jetzt zuhause noch Frau und Kind sitzen hat, dann ist es für ihn persönlich eine noch schlechtere Bilanz. Dieser Effekt ist uns meist nicht so bewusst, da wir mit einer Vielzahl von Abgaben, Steuern, Förderungen, Zuschüssen usw. ein ewiges Hin und Her an Geldtransfers haben, bei denen am Ende immer weniger überbleibt (quasi wird Wasser von verschiedenen Eimern umgefüllt und überall fallen ein paar Tropfen raus und am Ende wunder man sich dann).
Der nächste Effekt ist natürlich die Globalisierung: Mehr Menschen und ein offener Wirtschaftsraum bedeuten mehr Angebot an menschlicher Arbeitsleistung wodurch der Preis sinkt. Aber: Fast jeder Mensch hat ein Talent. Mit diesem Talent und dem notwendigen Einsatz kann man auch heute noch gutes Geld verdienen, vielleicht nicht im Umkreis von 10km, wo man aufgewachsen ist – aber aus der Komfortzone muss man zuerst sowieso mal raus, wenn im Leben was weitergehen soll.
Und der dritte Punkt: Durch den technischen Fortschritt, sind viele maschinell hergestellte Produkte deutlich günstiger geworden, durch die Bevölkerungszunahme sind aber die Grundbedürfnisse durch Nachfrage teurer geworden. Zur Veranschaulichung: In den 70ern konnte man viel günstiger wohnen, aber ein Urlaub, ein Fernseher und eine Waschmaschine habe ein viel größeres Loch ins Budget gerissen. Der schlaue Mann adaptiert daher: Jene Dinge, die teurer werden (Grundbedürfnisse), werden kostenmäßig optimiert; dann bleibt genug über für den Luxus, der das Leben wirklich versüßt.

Grundbedürfnisse kostenoptimieren

Wie soll das gehen? Soll ich im Pappkarton hausen und mich aus Mülltonnen ernähren? Natürlich nicht. Aber nehmen wir wieder das Beispiel mit dem Handwerker aus den 70ern her: Der konnte Frau und Kinder ernähren und das Haus bauen (Nahrung, Wohnraum = Grundbedürfnisse). Luxusurlaube, mehrere Fernseher, etc. hatte er nicht – genau das wird unter den Tisch fallen gelassen, wenn dieses Beispiel kommt.
Der moderne Mann folgt MGTOW, hat keine Frau und keine Kinder – also werden die Grundbedürfnisse schon mal deutlich geringer ausfallen, denn alleine braucht man viel weniger Wohnfläche und Nahrungsmittel. Ein Mann alleine, der in seinem Job gut ist, verdient locker mal 30.000 EUR netto im Jahr, da bleibt genug übrig für die Luxusgüter, wie Urlaube, Technikspielereien, etc. – was einem halt gefällt.

MGTOW ist also auch eine Folge der konsequenten Umsetzung des homo oeconomicus.