Familientreffen: Oh, du Schröckliche!

Weihnachten ist überstanden, es war ein schöner Ausflug in mir im Alltag unbekannten Gesellschaftsschichten, die ich hier kurz wiedergeben will:

Hypergamie wie eh und je!

Eine angeheiratete entfernte Verwandte befindet sich gerade in der Scheidungsphase. Der gutmütige Trottel auch Ehemann genannt, ein Beta-Provider wie er im Buche steht, darf zu Weihnachten die beiden Kinder sehen und versorgen, damit die Dame sich mit Ihrem neuen Latino-Lover vergnügen kann. Den durfte ich auch kennenlernen, ich glaube er weiß nicht mal wie man Arbeit schreibt. Der zukünftige Ex zahlt sowieso weiter, die Dame ist auch im gemeinsamen Kredithaus geblieben, der Kinder wegen… Warum sollte man auch einen Beta neben sich ertragen, wenn man einen Alpha im Bett haben kann und der Beta trotzdem weiter zahlt?

Beta-Sein, das ist nicht schwer…

Mein Bruder lebt sein Beta-Dasein auch immer weiter aus. Seine Ehefrau lässt sich laut Eigenaussage „gern verwöhnen“ was eine großartige Umschreibung für „bin stinkfaul“ ist. Sie genoss schon Ihren Kaffee, als der Bankomat noch verschiedenstes Familiengerümpel aus dem Auto auslud, ins Haus transportierte und verstaute. Nach nur 3 Jahren Ehe gibt es keinen Respekt und nichts Liebevolles mehr, sondern ein Nebeneinanderher, wo einer nicht auskann (Eheschließung, Kredithaus, Kind). Vor allem im Beruf lief es schon mal besser für ihn, sprich: er kommt seiner Hauptaufgabe, der Geldheranschaffung, nicht mehr so nach wie sie es schon mal gewohnt war.

Flüchtlinge – da sage ich gar nichts mehr dazu

In einem Gespräch kam das Thema Sozialsystem auf, ein sehr links eingestellter Verwandter sprach davon, dass wir ein großartiges Sozialsystem hätten (er hat keine Sekunde seines Lebens in der Privatwirtschaft verbracht), nur dass manche „Freerider“ es eben zerstören würden. Ich dachte da an die Flüchtlinge, er dachte an mich, den Unternehmer – so unterschiedlich können Auffassungen sein. Laut seiner Ansicht macht es überhaupt nichts, wenn großteils arbeitsscheue Analphabeten kommen, schließlich hätten sie eine viel höhere Geburtenrate wodurch die Bevölkerungspyramide stabilisiert wird und mit deren Kindern wird dann alles gut, weil die die Segnungen der westlichen Welt genießen. Dem Weihnachtsfrieden zuliebe sagte ich nichts mehr.

Schwul zu sein, ist doch nichts Schlimmes!

Gottseidank musste ich mir diesen Spruch nicht wieder anhören, seit meine Mutter durch meinen Bruder mit einem Enkelkind beschenkt wurde. Meine Eltern haben ja immer noch die Vermutung, dass mit mir etwas nicht stimmt, da ich mit fast 40 Jahren unverheiratet und kinderlos bin. Ich glaube, es wäre für sie als „Tolerante“ einfacher einen schwulen Sohn zu akzeptieren, als einen MGTOW. Gottseidank mussten wir das Thema nie vertiefen.

Da heute der Tag der heiligen 3 Könige ist, möchte ich hier noch eine Karikatur des im letzten Jahr verstorbenen Manfred Deix verlinken:

5 Gedanken zu “Familientreffen: Oh, du Schröckliche!

  1. Mein Weihnachtsfest im Kreise der Familie lief ähnlich ab.

    Obwohl ich erst Anfang dreißig bin, muss ich mir immer häufiger von meiner Familie anhören, warum ich denn keine feste Freundin hätte, ich wäre doch „eine gute Partie“ und würde überdurchschnittlich aussehen…es bringt meiner Ansicht nach nichts, meiner Familie die wahren Gründe darzulegen, da sie es wohl sowieso nicht verstehen würden.

    Ich schaue auf diese Frage dann immer so, als hätte mir ein Hund in meinen Toaster gepinkelt, ziehe die Schultern hoch, schüttle den Kopf und seufze: Ich habe wohl die Richtige einfach noch nicht gefunden! Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf! (Es ist gar nicht so einfach zu versuchen, diese beiden Sätze authentisch herüberzubringen)

    Die Hoffnungen auf ein Enkelkind liegen ganz klar auf meinem jüngeren Bruder, der seit einigen Jahren eine feste Freundin hat.

    Momentan bekomme ich zudem viele Hochzeitseinladungen von Freunden. Ich frage mich echt, ob ihnen bewusst ist, auf was sie sich da einlassen. Ich glaube einfach nicht daran, dass wir Menschen monogam veranlagt sind. Warum kapieren sie außerdem nicht, dass die Frau nach der Heirat alle Trümpfe in der Hand hält, besonders wenn man Nachwuchs hat?

    Der erste Kuss, den anderen das erste Mal nackt sehen, das erste Mal intim mit einer innig begehrten Frau zu sein, das sind die Glücksgefühle des Lebens, das bestreite ich gar nicht! Aber nach dieser Phase des Verliebtseins, die je nach Dame von einigen Wochen bis 1-2 Jahren reichen kann, kommt eine Phase, in der es gefährlich wird. Es ist traurig die Ausbreitung der Lieblosigkeit in einer Beziehung zu sehen, auch wenn es nur die eigene ist. Was macht man dann? Augen zu und durch, weil man verheiratet ist?

    Es gibt nicht viele Sachen, die mich trauriger machen, als mir vorzustellen, mit einer lustlosen Frau verheiratet zu sein, die kein Interesse mehr an mir zeigt und die es nicht mehr wirklich interessiert, wie es mir geht oder was in mir vorgeht. Die mich jeden Tag herumkommandiert, weil sie es kann und für die ich nichts weiter als ein Arbeitssklave bin. Allein bei dem Gedanken daran wird mir schlecht.

    Ich genieße mein MGTOW-Leben und bin froh darüber, dass ich die die Freiheit habe, mein Leben so zu gestalten wie ich es will!

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      1. Noch eine Ergänzung: Männer heiraten aus emotionalen Gründen (Liebe, Sex, etc. – denn rationale Gründe gibt es in unserer Gesellschaft nicht); Frauen heiraten aus versorgungstechnischen Gründen.
        Und nun vergleichen wir, welche Gründe langfristig (und das ist eine Ehe definitionsgemäß) Bestand haben – Na eben.

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    1. „Ich habe wohl die Richtige einfach noch nicht gefunden! Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf! (Es ist gar nicht so einfach zu versuchen, diese beiden Sätze authentisch herüberzubringen)“

      Der erste Satz ist einfach, denn er ist die Wahrheit – aber Hoffnung auf etwas Hoffnungsloses vorzutäuschen, dass ist die Schwierigkeit!
      Ansonsten haben wir beide übereinstimmende Erfahrungen und Lebenssituationen. Warte mal die Ehe deines Bruders ab, dann wirst du bestätigt sein (kleine Zweifel hat man ja immer). Und wenn du tatsächlich später dein MGTOW-Sein ablegen wollen würdest und unbedingt Vater werden willst, hast du als Mann sowieso die Option dazu. Es gibt also ÜBERHAUPT KEINEN Grund jetzt zu heiraten.

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  2. Deswegen bleibe ich schon seit Jahren derartigen Familientreffen fern. Es ist einfach sinnlose und überflüssige Zeitverschwendung, denn die Herkunftsfamilie habe ich mir nicht ausgesucht.

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