Männershopping

Dank der Feiertage hatte ich endlich die Zeit für ein paar dringende Ersatzinvestitionen, so nennen wir MGTOWs nämlich die Anschaffung notwendiger Dinge. Bei Frauen wird ein ähnlicher, aber wesentlich kostspieligerer und wenig zielgerichteter Prozess als „Shopping“ bezeichnet.

Unterhaltungselektronik

Mein Fernseher hat nun fast schon 10 Jahre am Buckel, ein toller Plasmafernseher und trotz nicht besonders intensiver Nutzung verblassen die Farben ein wenig – der Zahn der Zeit. Er hatte nicht mal Full-HD, daran sieht man wie alt er (und ich) geworden sind. Die Full-HD-Ära habe ich übersprungen und gleich zu einem Curved 4K Fernseher gegriffen. Tolles Bild, WiFi-Direct zum Streamen funktioniert 1a, der Ton kommt weiterhin vom Heimkino, da war kein Veränderungsbedarf. Auffallend, dass ein sehr großer Teil der Heimelektronik auf Teilzahlung („Null-Prozent“-Finanzierung, haha) gekauft wird.

Schuhe

Ein Paar bequeme Leder-Herrenschuhe waren fällig. Ein Mann geht dazu in ein Geschäft, schaut sich an, was ihm gefällt, probiert, ob es sitzt, macht noch einen prüfenden Blick (soweit möglich) ob dem Preis auch der entsprechende Gegenwert gegenübersteht, ignoriert Ladenhüter-Abverkaufsaktionen („Statt-Preise“), denn das Preis-/Wertverhältnis hat mit einem Statt-Preis nichts zu tun und kauft. Was er nicht macht: 20 Paare wieder und wieder anprobieren, den Fuß mehrmals in einem Spiegel um geschätzte 135° drehen, um dann ohne System dies mit einem anderen Schuh fortzuführen. Interessant auch: In Schuhgeschäften gibt es so ganz kleine, leicht geneigte Spiegel, damit stark übergewichtige Damen nur den Schuh und Teile des Unterschenkels sehen, nicht aber die ganze Katastrophe. Welch‘ glückliche Fügung der Natur, dass man (und insbesondere frau) an den Füßen nicht zunimmt – die Overknees ignorieren wir an dieser Stelle.

Notebooks

Mein Portegé wird langsam altersschwach: Deshalb jetzt endlich 8 statt 4GB Arbeitsspeicher, 13-Zoll-Formfaktor hat sich bewährt, SSD sowieso, heißt halt jetzt M2. Ich schaue da immer gerne zu einem großen Elektronikmarkt, da sich bei der Tastaturqualität erschreckende Unterschiede zwischen den Modellen offenbaren und ich mein Notebook wirklich mobil einsetze und mir eine gute Tastatur wichtig ist. Ein HP isses geworden, von der Produktqualität der Thinkpads ist bei Lenovo nix mehr über, deshalb hat sich meine Markentreue auch schon seit einigen Jahren verflüchtigt. Auffallend war die gähnende Leere in der Notebookabteilung, die Leute kaufen nur mehr Tablets, am Besten noch überteuert, ohne USB-Anschluss und Standard-Lademöglichkeit, ohne Speichererweiterungsmöglichkeit – gottseidank sofort an einem Obstlogo zu erkennen. Schreiben und produktiv sein ist sowieso out.