Weibliche Zivilcourage beendet jahrelange Massenquälerei in Limburg!

Aufstehen, sich nicht in der Masse verstecken – diese beispielhafte Zivilcourage hat eine Limburgerin gezeigt und einer jahrelangen staatlich verordneten Massenbelästigung ein Ende gesetzt: Abertausende Limburger und LimburgerInnen, sowie Menschen in Limburg mit anderen sexuellen Identitäten, die man mit einem * im Text markieren kann, litten unter dem Glockenspiel des Rathauses. Sadistische Beamte stellten ein Repertoire zusammen, dass die Gefühle von Vegetariern, Veganern, Frutariern und (zumindest, aber nicht abschließend) Tierschützern grob und wiederholt verletzten.

„Fuchs du hast die Gans gestohlen“ heißt das Lied (und weiter „gib sie wieder her, sonst wird dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr“), auch wenn es nur instrumental gespielt wurde, so hat es der Dame, die in Hörweite des Glockenspiels durch kapitalistische Umstände zwangsweise einer Erwerbstätigkeit in Büroräumen nachgeht, doch wiederholt Unbehagen bereitet.

Während andere die Qual aus Angst vor staatlicher Repression oder aus gleichgeschalteter Gleichgültigkeit ertragen mussten, schritt die Dame zur Tat und forderte den Bürgermeister auf, die unsägliche Melodie aus dem Glockenspiel zu entfernen, und auf weitere Traumatisierung der Limburger Bevölkerung zu verzichten. Mit Erfolg! Wir danken der Veganerin für ihre mutige Tat, sie ist uns ein leuchtendes Vorbild. Die zusätzliche Einschaltung einer Genderbeauftragten war hingegen nicht notwendig, da Mörder (vulgo Jäger) laut allgemein bekannter Meinung nicht gegendert werden müssen und durch Entfernung des Liedguts dieser Fall nicht vor einer Kommision für Geschlechtergerechtigkeit im Glockspielliedgut behandelt werden muss.

Quelle: Die Presse


9 Gedanken zu “Weibliche Zivilcourage beendet jahrelange Massenquälerei in Limburg!

  1. Und wodurch wurde es ersetzt? Vielleicht „Lustig ist das Zigeunerleben“ oder „In einem Polen-Städtchen“? Da werden doch immerhin keine Tiere gequält…

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  2. Der Veganismus könnte auch ein vorgeschobener Grund sein. Vielleicht rührt die Verärgerung der zivilcouragierten Dame daher, dass in dem Lied Füchsinnen durch wirkmächtiges Sprachhandeln völlig unsichtbar gemacht werden.
    Möglich ist auch ihr Abscheu gegen die Verherrlichung von männlicher Gewalt gegen Frauen (der Fuchs, die Gans).
    Man kann der Dame als Ersatz auch die Melodie vom „Jäger aus Kurpfalz“ vorschlagen. Denn der ballert ja völlig undifferenziert auf das Wild. Meistens jedenfalls. Da sind auch Transgender-Enten einbegriffen.
    Allerdings, er bekennt sich zu seiner männlichen Aggression (…ist männlich Verlangen…). Ob das zeitgemäß ist?
    Dann doch eher „Ein Männlein steht im Walde, ganz still und stumm“. Da müßten doch Feministinnen-Herzen höher schlagen.

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      1. Verdammt, da hast Du mich erwischt. Das hatte ich tatsächlich nicht bedacht.
        Was kann man denn dieser Veganerin noch so als Ersatz-Melodie vorschlagen?
        Wie wäre „Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald…..“
        Oh Gott, da haben wir eine hochkriminelle Hexe (=Frau) in Verbindung mit eventuellem Kannibalismus. Mordversuch ist ohnehin nachgewiesen.
        Die ganze Nummer läuft aus dem Ruder. Die Kinder töten die Hexe. Sehr unfeministisch…
        Aber kein Tier leidet darunter!!! Wie schön.
        Die Dialoge zwischen Hänsel, Gretel und der Hexe sind zwar nicht wörtlich aufgezeichnet überliefert, aber ich denke schon, dass man durch den Bechdel-Test käme.
        Und wenn nicht…wen kümmert’s

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  3. Wenn man sonst nichts im Leben darstellt, weder Charakter noch Visionen hat und auch keiner Religion folgen möchte, dann gibt es halt immer noch die Religion „Vegan-Faschismus“.

    Arme degenerierte Gestalten… kein Mitleid von mir, ich liebe Filet. Für mich sind VeganerInnen ein Signal es mit einem Menschen ohne Halt zu tun zu haben. Einen Kilometer Abstand bitte.

    Ficken tu ich VeganerInnen aber mein emotionaler Input ist auf Durchzug geschaltet.

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    1. Ja, hab ich dann auch gelesen. Unabhängig davon zeigt es doch schön, dass unsere Gesellschaft vor jedem einknickt, der sich „gefühlstechnisch verletzt fühlen“ könnte – ausgenommen alte, weiße, Unternehmer.

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