Der Satisfaktionismus – einem kranken Männerhirn entsprungene dystopische Staatsform

Dass Frauen politisch deutlich weiter links als Männer stehen, ist kein Geheimnis (siehe beispielsweise Artikel in der Süddeutschen). Aber warum ist das so?

Dazu muss man eines wiederholen, was jedem Leser dieses Blogs schon lange klar ist: Männer suchen Sex, Frauen suchen Versorgung.

Der Sozialismus verspricht genau diese Versorgung. Ohne Anstrengung, ohne viel Leistung, bekommt jede(r) gleich viel. Niemand fällt durch den Rost. Wie durch ein Wunder erarbeiten die jeweils anderen den Wohlstand, an dem man selbst partizipiert. Dass das nicht funktioniert, sowohl in der Praxis des Realsozialismus, als auch nach kurzer logischer Überlegung (mit der Frauen oft auf Kriegsfuß stehen, wenn diese mit ihren Gefühlen in Konflikt kommt) tut der Sache keinen Abbruch. Klar, das Versprechen des Sozialismus ist absolut geil! Ich habe selbst das Kapital gelesen, ein in sich schlüssiges Werk. Diese Arschloch-Kapitalisten, die einfach nur die Werktätigen um ihren Anteil betrügen sind schuld – das verteilt man einfach und allen geht es gut. Mit der Realität hat das halt nichts zu tun, der Mensch funktioniert nicht so – Permanente Anstrengung wird nur mit Belohnung aufrechterhalten.

Aber der eigentliche Post soll sich um eine andere Staatsform drehen: Den SATISFAKTIONISMUS. Wenn der Sozialismus den Menschen (v.a. Frauen) Versorgung ohne Anstrengung verspricht, dann verspricht der Satisfaktionismus den Menschen (v.a. Männern) sexuelle Erfüllung ohne Anstrengung.

Dazu werden einfach durch ein staatliches Losverfahren auf Wochenbasis Sexualpartner einander zugeteilt, die miteinander die Nacht verbringen und auch die Pflicht haben, auf die sexuellen Bedürfnisse des anderen einzugehen. Dabei kann jeder Bürger seine Vorlieben dem obersten Zufriedenheitskomitee mitteilen und die versuchen dann jeweils einen Match zu finden – natürlich so gut es geht.

Diese allgemeine sexuelle Zufriedenheit führt zu einer glücklichen Gesellschaft, so das Versprechen. Leider werden die besonders attraktiven Bürger sich dann mit weniger attraktiven ins Bett legen müssen, das ist halt das Opfer für das Vaterland. Viele werden sich ins Ausland verziehen und damit als Volksschädling bewusst das Gleichgewicht der Zufriedenheit stören. Man hat also nicht die Absicht eine Mauer zu errichten, aber ein kleiner Schutzwall hat noch niemandem geschadet!

Mit viel Propaganda wird jedem Bürger klargemacht, dass wir alle schön sind, wenn wir jemanden, der uns zugeteilt wird, den wir nicht attraktiv finden, müssen wir eben an uns arbeiten. Zufälligkeiten mit realem Body-Positivity-Schmarrn rein zufällig!

Um die Zufriedenheit im Bett für die ganze Bevölkerung sicherzustellen, sind umfangreiche Aufzeichnungen und Informationen informeller Mitarbeiter von Nöten. Nur so ergibt sich über jeden Bürger ein Gesamtbild, dass für das kollektive Glücksgefühl unbedingt notwendig ist. Niemand hat hier was zu verbergen, wir sind alle schön! Nur wer dabei nicht mitmacht, sollte in einem Umerzie… äh Positiv-Denken-Kurs die richtige Einstellung trainieren.

Reisen ins prostituierte Ausland sind natürlich untersagt, zu leicht wird einem dort der Kopf verdreht. Sexuelle Rücksichtnahme basierend auf dem Satisfaktionismus-Manifest ist ein Zwangsfach, dass jeder an der Uni zu belegen hat.

Geschlechtliche Beziehungen, die saatlich nicht verordnet wurden, sind zu unterlassen.

Trotz all dieser absolut richtigen und notwendigen Maßnahmen, wird die sexuelle Zufriedenheit sich wohl nicht einstellen. Da hilft es nur, die Maßnahmen zu verschärfen.

Übrigens: Wir Männer sind im Schnitt nicht rechts, wir sind vor allem liberal und Liberalismus ist bei Frauen noch verhasster als eine rechte politische Einstellung.

4 Gedanken zu “Der Satisfaktionismus – einem kranken Männerhirn entsprungene dystopische Staatsform

  1. Spitzen Artikel. Ich mag solche Metaphern unglaublich gerne, weil man damit so schön die Schizophrenie des bestehenden Systems entlarven kann. Das Einzige was Schade ist, die, denen es die Augen öffnen soll, werden es nicht verstehen. Wir Leser des Blogs verstehen es allerdings und ich persönlich freue mich über solche Artikel, weil damit so schön der ganze Blödsinn in unserer Gesellschaft wenigsten humoristisch dargestellt wird. So ist der Tag doch direkt ein wenig besser zu ertragen, in dieser verrückten Gesellschaft. 🙂 Viele Grüße, Andi

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  2. Extrem guter Artikel!!
    Auch wenn es meistens so ist, wie Andi es schreibt, eignet sich dieses Beispiel um doch den ein oder anderen noch aufzuwecken, denke ich.

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