Ich bin dann mal im #Menstruationsurlaub !

Nein, es handelt sich um keinen verspäteten Aprilscherz. Die demokratische Partei in Italien, die immerhin 285 von 630 Abgeordneten stellt, hat diesen Gesetzesentwurf eingebracht: Frauen sollen bis zu 3 Tage im Monat Menstruationsurlaub nehmen können.
Ob die Gesetzesvorlage dann tatsächlich Realität wird, ist natürlich fraglich, aber alleine der ernstgemeinte Vorschlag zeigt schon, wie weit sich die Politik von der privatwirtschaftlichen Lebensrealität (das sind die, die den ganzen Spaß finanzieren) entfernt hat.

Wer tatsächlich so starke Regelbeschwerden hat, dass sie nicht arbeiten kann, bekommt auch heute schon überall eine Krankschreibung. Der zusätzliche Urlaub ist ja nur ein Vorwand, um Frauen zu bevorzugen – insbesondere wenn angeblich bis zu 90% der Frauen Regelschmerzen haben.

Dieser vermeintliche Vorteil wäre natürlich ein Bumerang: Als Unternehmer muss ich dann berücksichtigen, dass eien Frau wahrscheinlich weniger Arbeitseinsatz erbringen kann, das fließt dann in das finanzielle Angebot mit ein. Denn ein Gehalt ist kein Geschenk, sondern eine regelmäßige Zahlung im Ausgleich für die Zurverfügungstellung von Arbeitskraft. Und jeder Arbeitnehmer erwirtschaftet sein Gehalt selbst, sonst gibt es seinen Job nicht mehr. Jede soziale Segnung wird natürlich auch vom fleißigen Arbeitnehmer zugunsten weniger fleißiger Mitmenschen erwirtschaftet.

Mich betrifft es ja nicht, momentan habe ich keine weibliche Angestellte. Ich arbeite mit ein paar hervorragenden weiblichen Freiberuflern zusammen, die für eine definierte Leistung eine Honorarnote stellen – das funktioniert.

Von den letzten beiden „Damen“ musste ich mich leider trennen. Die eine hatte die Forderung, dass Sie gerne ein eigenes Zimmer mit einem Bett als RUheraum für die Mittagspausen nutzen würde – das war aus baulichen Gründen leider nicht möglich. Und die davor war noch extremer: Ich muss erwähnen, dass ich meinen Mitarbeitern immer Zielvorgaben gebe, den Weg dorthin müssen sie selbst finden – ich bin ja nicht der Kindergartenonkel. Manchmal aber gebe ich ganz konkrete Anweisungen (auch gut verständlich und nachvollziehbar). Die vorletzte Dame hat sich geweigert, meinen Anweisungen Folge zu leisten, weil ihr Ehemann das ganz anders machen würde, und der hätte sicher recht. Durch soziale Netzwerke weiß ich, dass die Dame kurz nach der Auflösung des Arbeitsverhältnisses schwanger geworden und nun glückliche(?) Hausfrau ist – da hatte ich nochmal Glück.

Mittlerweile sind meine Angestellten hauptsächlich verheiratete Väter, die brauchen immer Geld und wenn das Business brummt, brauche ich zum Thema Überstunden nicht lange Überzeugungsarbeit leisten, die brauchen immer Geld.

Toll sind übrigens auch die Arbeitnehmer, die das Gehalt wie eine Sozialleistung wie etwa Arbeitslosengeld auffassen, d.h. denen – zu Recht – eine pünktliche und vollständige Gehaltsüberweisung zum Monatsende sehr wichtig ist, die es aber bei der Arbeitsleistung mit Pünktlichkeit und Genauigkeit nicht so genau nehmen – und wenn eine neuartige Aufgabe daherkommt zum Maulen anfangen: Dafür habe ich keine Ausbildung, in meinem Arbeitsvertrag steht das so nicht drin, etc.

Zu meinem 40er schmeisse ich das alles hin, das habe ich mir geschworen – Behörden, betrügerische Kunden, faule Arbeitnehmer, Steuern – das zehrt alles stark an meinen Nerven und das tue ich mir einfach nicht mehr an. Aber nur eines ist schlimmer als Unternehmer zu sein: Täglich zu einer festen Uhrzeit in ein Büro zu gehen – das geht gar nicht. Das habe ich ein paar Jahre gemacht und da hause ich vorher im Pappkarton, bevor ich das wieder mache.

Nun bin ich ein wenig sehr weit vom Menstruationsurlaub abgekommen – deshalb fordere ich zum Schluss für junge Männer einen Samenstauurlaub, denn ein voller Sack kann auch ganz schöne Schmerzen verursachen, laut meiner Recherche sind ebenfalls bis zu 90% davon betroffen.

„Hier steht es: Während ihrer Periode müssen SIe nett sein, zuhören und die Klappe halten.“

Ein Gedanke zu “Ich bin dann mal im #Menstruationsurlaub !

  1. Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt und kommentierte:
    Naja, frueher hatte ich auch monatliche Regelschmerzen. Und zwar immer wenn ich mir die Gehaltsabrechnung angeschaut habe und feststellen musste, dass der Staat an meiner Arbeit mehr verdient als ich selbst.

    Liken

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