Zutiefst männlich: Leben im LKW

Gerade bin ich über den Artikel Sie wollen alle nach Portugal gestolpert: Zwei alleinstehende Männer, die jeweils in ihrem selbstausgebauten LKW Leben und der Gesellschaft den Rücken zugekehrt haben.

Logisch, dass die beiden keine Frau haben: Diese Männer bieten weder finanzielle Sicherheit noch Stabilität („Nestbau“), da ist es völlig egal, welche charakterlichen Eigenschaften die beiden haben.

Die Einrichtung in dem LKW ist absolut spartanisch, für mich wäre das nichts, aber ich denke, dass man mit handwerklichem Geschick und 50.000 EUR Budget etwas ziemlich Komfortables hinkriegen könnte. Also durchaus ein interessantes Lebensmodell – dann bräuchte man halt noch eine Einkunftsquelle (gibt ja durchaus ortsunabhängige Jobs), Männer brauchen sowieso nicht so extrem viel Geld zum Glücklichsein, denn entscheidend ist, dass man in jeder Form von sozialer Unterstützung des Staates unabhängig ist.

Wenn man sich die Kommentare unter dem Artikel durchliest, ist es eine Mischung aus Häme und Verachtung, eventuell schwingt auch ein bisschen Neid mit, denn es gehört Mut (oder Naivität) dazu, einfach auf alles zu scheixxen.

Auf alle Fälle eine interessante Lebensform für jene, bei denen Unabhängigkeit das höchste Ziel ist – wenn man nicht unbedingt für sein Lebensglück eine Frau an seiner Seite haben will; die wird man dafür nämlich nicht begeistern können (Ausnahmen bestätigen die Regel).

12 Gedanken zu “Zutiefst männlich: Leben im LKW

  1. Ich hab auch noch einen alten LKW auf Lager in den ich einziehen könnte. Um den noch etwas kuscheliger zu machen und auch die Technik instand zu setzen bräuchte ich schon noch einen finanzielle Schub und etwas Zeit die ich da reinstecke.
    Aber ein LKW Koffer ist cooler als ein klass. Wohnmobil. Meiner ist ein Alukoffer, den ich mit Styrodur bzw Styropor dämme. Für Ökos gibts auch Öko Dämmstoffe, wers mag.
    Meiner ist schon sehr alt. Die heutigen Koffer sind sogar noch besser: IsoKoffer und Sandwichbauweise bewirken, dass man selber nicht mehr so viel dämmen muss.
    Ein Isokoffer ist also immer eine gute Lösung.

    Und ja, es gibt bei sowas immer Neider, wobei ich selten erlebt habe, dass reiche Männer neidisch werden, außer sie haben eine geldgierige Frau und beneiden den LKW Bewohner wegen seiner Unabhängigkeit.
    Neider gibts eher bei den Losern und anderen Wohnmobilisten. Wer will kann sich ja mal mit den Busfreaks (.de) „anfreunden“. Dort tummelt sich eine ganze Menge Neider-Pack!

    Nochwas: Haltet Euch von den Hippies fern (siehe Wagenburg.de und Wagendorf.de).

    Aber an sonsten alles okeee im LKWeeee.

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  2. Klingt leider ziemlich armselig, psychopathisch und auch etwas homosexuell, sich dauerhaft in die Wildbahn zurückzuziehen und dies als großes bescheidenes Lebensglück zu betrachten. Der Mensch ist immer noch ein soziales und sexuelles Lebewesen und schafft optimale Überlebensbedingungen im Team. Echter Sex mit einer reizvollen Frau, die einen liebt, ist doch das schönste Geschenk, was Mann erhalten kann. Sex ist total natürlich und gesund, baut Stress ab und Mann fühlt sich selbstbewusster und zufriedener. Der Preis ist nun mal Beziehung und Persönlichkeit. Nicht jeder Mann wird automatisch zum Beta-Provider und Opfer, nur weil er Frauen lieben möchte.

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    1. Ein Zeitreisender aus den 60ern 🙂 . Der Mann ist vor allen Dingen , Jäger und Sammler ! Was du beschreibst , ist die Natur der Fortpflanzung. Deine Frau (vielleicht in einem Frauenforum) , würde es anders beschreiben, weil sie es schlichtweg anders erlebt . Und , wer hat was gegen Sex gesagt ?? Der ist doch Freundschaftsplus mässig , genauso intensiv als wenn man es in einer Ehe tut ! Natürlich , hat so eine lose Bekanntschaft nicht nur die Sexuelle Komponente . Die beiden LKW Bewohner , werden bestimmt viele Affairen haben (sofern Alk oder Drogen fehlen). Sonst wären sie nicht glücklich . Ja , du hast recht , dass Sex zum glücklich sein (für einen Mann), aus Gründen der Natur nicht wegzudenken ist 😉 ! Frauen können auch schonmal ohne, wenn dir das mal aufgefallen ist 😉 . 1. Die LKWs (ihr Eigenheim :D) gehören ihnen, dass strahlen die Männer auf Frauen automatisch aus . 2. Sie leben glücklich : Das ist bei der Männerwahl , für Frauen ein absolut entscheidender Punkt . 3. Das wichtigste : Sie leben unkonffessionell , arbeiten frei und sind unabhängig vom Staat . Die Masse der Frauen , die das können , bewegt sich im einstelligen % Bereich ! Das dies , eine Ungeheure Anziehung auf sie auswirkt , ist wieder gegeben von der Natur gegeben . In der festen Beziehung , werden von Frauen in 2017 andere Massstäbe gezogen . Das aber erst seit 40 Jahren , was ein Sandkorn in der Wüste der Menschheitsgeschichte ist. Was du beschreibst, wird aus eigenen Interessen von verschiedenen Gruppen bekämpft und ausgerottet. Dafür gibt es Philosophisch und auch Gesetzlich (im Fall einer Ehe) seit Jahrzehnten , keine Infrastruktur mehr !

      Ps : Nur Männer mit Masochistischen Neigungen, ihrer individuellen Natur gehend lassend, streben heute noch fast festes an. Da schätze ich, die von dir etwas schlecht geredeten Homosexuellen , weitaus mehr.

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  3. > ich denke, dass man mit handwerklichem Geschick und 50.000 EUR Budget etwas ziemlich Komfortables hinkriegen könnte

    Für die Hälfte des Geldes bekommt man ein ziemlich passables Segelboot. Das hat dann aber auch ein Klo, Dusche, Frischwasser, Warmwasser, einen Kühlschrank und (hierzulande) einen Ofen.

    Und nahezu Null Risiko, irgendwo Hippie-Kommunisten zu begegnen. Dafür einer Menge durchaus solidarischer Individualisten.

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    1. Mein Budget inkludierte auch ein LKW/Transporter-Basisfahrzeug ohne Reparaturstau. Das Segelboot in deinem Beispiel hat ja auch keinen Motor… Da ich mich mit Booten überhaupt nicht auskenne, interessehalber: Gibt es so ein Mittelding zwischen Segelboot (preiswert Wohnen a la Wohnwagen) und Luxusyacht (LKW mit großer Kabine) bei Booten auch (also zB nett ausgebauter Kastenwagen)? Irgendetwas mit einem kleinen Motor, ohne große laufende Kosten aber wo man auch ohne Wind wo hinschippern kann?

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      1. Für 25k solltest Du im aktuellen Markt ein schönes, 11m langes Boot und die 30 Jahre alt bekommen, was schon einen Austauschmotor hat (in der Größe sind das immer so 30PS Diesel, und natürlich haben die einen Motor). Da kommt man schon überall hin – wenn man Zeit hat, natürlich. Motoryachten sind nicht für solche „Alter“ gebaut.

        11m Segelboot ist aber vom gefühlten Platz schon *deutlich* mehr als ein großer Wohnwagen (ich habe den Eindruck, Wohnwagen wie Motorboote wirken von außen größer als innen; bei Segelbooten ist das umgekehrt), und damit kann man halt auch an die Küste – Motorboote schwanken deutlich unangenehmer.

        Aber natürlich solltest Du für 25-30k€ auch einen halbwegs passablen alten Fischkutter mit laufendem, uralten Mercedes OM615 bekommen, der never, ever irgendwann kaputt gehen wird. Da hast Du dann 15m Länge auf 5m Breite und kannst quasi ein mittelgroßes Haus reinbauen. Alles unter 15m ist Steuer- und Zulassungsfrei, aber Du solltest Freude am Schleifen und Streichen mitbringen.

        Der Bootsmarkt ist aber gerade derart tot, dass ich – also, wenn ich nicht schon ein Boot hätte – mir gerade gleich irgendwas nettes segelndes um die 14 Meter kaufen würde, für 50k€ gibt’s da durchaus was hübsches ohne nennenswerte technische Mängel, und vielleicht will man ja doch mal über den Atlantik oder Pazifik oder beides. *Noch* mehr Platz ist vollkommen überflüssiger Luxus.

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      2. Klingt sehr interessant; vor vielen Jahren habe ich mal den Segelschein (nur Binnengewässer) gemacht. Ich hab aber überhaupt keine Ahnung von Booten (dafür von Autos, NFZ, etc.). Wie kommt man denn in dieses Thema rein?

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      3. Ich fand am Anfang die Internetseite von Bobby Schenk am hilfreichsten; der hat unglaublich viel geschrieben – sehr viel mehr, als man für den Anfang wissen muss.

        Man bekommt dann langsam ein Gefühl dafür, was die teuren Teile sind und auf was man dabei achten muss, aber grundsätzlich ist eine Bootsbesichtigung sehr aufwändig, da jeder Kleinscheiß auch was größeres sein kann. Es ist aber eigentlich immer alles machbar; von daher muss einem halt v.a. das Boot gefallen, und idealerweise auch der Innenausbau – es sei denn, natürlich, man tischlert gerne. Der Rest ist eine Preisfrage, und zur Sicherheit gibt es Gutachter; man fragt da bei Charteragenturen.

        Mir fiel dann übrigens noch ein, dass das von dir gesuchte „Mittelding“ sehr nah an eine türkische Gulet rankommt. Die sind aber aus Holz, d.h., enormst pflegeaufwändig, segeln nicht ordentlich, sind nicht hochseegeeignet, aber dafür haben sie Platz und einen ordentlichen Motor. Und billig – in der Anschaffung.

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    2. Wenn ich nicht dauernd kotzen muesste wie ein Reiher auf solch schwabbelndem Untergrund waere das eine Option und wuerde sich gerade fuer mein 7000 Inseln Wahlland ja anbieten.

      Das grosse Problem hier sind die Piraten, d.h. die Privaten genauso wie die von Regierungen bezahlten. D.h. man muesste erst mal zu den Russen segeln um sich Bug- und Heckkanonen zu installieren, was das Budget verdoppeln wuerde. Allerdings ist es dann fast unmoeglich in einem Hafen anzulegen 😉

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