Sexuelle Belästigung nach Maß: Innovatives Wiener Startup GrabMeToo.com startet durch!

Der Mensch ist ein soziales Wesen und möchte „dazugehören“, aber es gibt nach wie vor viele Frauen die in Ihrem Leben noch nie sexuell belästigt wurden und sich so in der aktuellen #MeToo-Debatte ausgeschlossen fühlen. Andere wiederum müssen jahrzehntelang zurückliegende Erlebnisse schildern, Opfer zweiter Klasse sozusagen. Dazu kommt, dass eine Belästigung auf einem Hintertupfinger Zeltfest natürlich nicht den Stellenwert eines Promi-Belästigers hat.

Dieser Problematik begegnet jetzt das neu gegründete Wiener Startup GrabMeToo.com – auf Wunsch können Frauen wie auch Männer individuelle Erlebnispackages buchen. Das Paket „Hollywood-Harvey“ zum Beispiel besteht aus einem Schauspieler, der eine Weinstein-Maske trägt und eine Frau höflich aber bestimmt bittet, auf seiner Besetzungscouch Platz zu nehmen. Unter homosexuellen Männern ist das „Kevin Spacey“-Paket der Renner.

Das StartUp konnte des Weiteren bereits einen großen Deal mit dem Frauenministerium abschließen: So erhält jede Frau in Österreich demnächst per Post einen Gutschein für eine „Einsteiger-Belästigung“ – diese besteht aus einem mäßig attraktiven Bauarbeiter, der einer Frau den Kommentar „Sie haben eine schöne Figur“ entgegenschleudert. Dieses Paket ist normalerweise zum Preis von 19 EUR buchbar, aufgrund der Vielzahl von 4 Millionen Gutscheinen konnte das Frauenministerium um weniger als 10 Millionen Euro alle österreichischen Frauen einer Wusch-Belästigung zukommen lassen. Gegen Aufpreis können Frauen das Erlebnis mit einem geladenen Taser upgraden, was gerade bei jungen Feministinnen laut dem Unternehmen GrabMeToo.com ein absolutes Highlight sein soll.

Frauenministerin Heinisch-Hosek freut sich: „Diese Situation ist von der Frau kontrolliert und schafft Bewusstsein, wie schnell man heute Opfer werden kann. Neben der Bewusstseinschaffung müssen wir natürlich auch auf der strafrechtlichen Seite Verschärfungen durchführen – ich denke, dass eine 3monatige Gefängnisstrafe für einen Altherrenwitz keinem Mann Schaden würde.“

Der Geschäftsführer von GrabMeToo.com, Bernhard Lästiger, sieht ebenfalls großes Wachstumspotential, vor allem in Skandinavien: „Gerade in Schweden ist jede Situation, in der sich eine Frau nicht 100%ig glücklich fühlt, automatisch mit einer Vergewaltigung gleichzusetzen. Hier bietet sich ein großer Pool an Möglichkeiten!“ An einen Einstieg in den deutschen Markt hingegen wird nicht gearbeitet: „2015 hat die deutsche Regierung große Mengen an Fachkräften ins Land geholt, die zu allerlei Anlässen wie beispielsweise Silvester vergleichbare Dienstleistungen kostenfrei anbieten, das hat den Markt vergiftet“.

GrabMeToo.com wird derzeit auf einen Unternehmenswert von 25 Millionen Euro geschätzt.

Hinweis: Wer Satire nicht erkennt, dem ist nicht zu helfen.

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#MeToo: Meine erste sexuelle Belästigung

Ich erinnere mich noch gut daran, es war im Herbst 1996 als ich in einem Kellerlokal an der Bar saß, das Lokal war sehr gut gefüllt. Plötzlich spüre ich an meinem Rücken etwas Weiches: Eine Blondine mit DD ausgestattet, lehnte sich gegen mich und so begannen wir eine kurze Konversation: Ziemlich direkt fragte Sie mich, ob ich ihr ein Getränk spendieren würde – und ich bestellte ihr einen Pfirsichspritzer.
Als das Getränk gereicht wurde, lachte Sie nur und sagte, dass der Trick mit dem Freigetränk fast immer funktionieren würde und verschwand.

Ich fühlte mich benutzt, eine sexuelle Handlung war involviert und einen Vermögensschaden habe ich obendrein noch erlitten (Hashtag: #heuldoch 😉
Nach schwedischem Recht wäre das wohl eine Vergewaltigung, denn auch wenn ich vorher eingewilligt habe, so fühlte ich mich doch nachher schlecht.

Was lernen wir daraus? Ich hätte die Dame gleich auffordern sollen, Abstand zu wahren und unerwünschte körperliche Kontakte zu unterlassen. MGTOW eben.