Die lila Pudel rennen wieder

Am 14. Februar war wieder Valentinstag, der Tag an dem zumindest einige Frauen weniger unzufrieden sind, nämlich die Floristinnen.
Alleine die Lufthansa hat 20 Millionen Rosen nach Deutschland gebrachtl, von Topfpflanzen, Milka-Hüftgoldmachern und anderem Tinnef ganz zu schweigen. Es ist also ein riesiges kommerzielles Event.

Müsste man einem Alien das menschliche Verhalten am Valentinstag wissenschaftlich erklären, würde das in etwa so aussehen:

Das allzeit paarungsbereite Männchen praktiziert einmal jährlich ein UNterwerfungsritual, an dem es Teile seine selbst erarbeiteten Vermögens in extrem kurzlebige Konsumgüter wie Schnittblumen investiert, die ihm selbst keinerlei Freude bereiten, um sich von dem ihm nahestehende Weibchen Wohlwollen zu erkaufen.

Da wir – wie immer wieder in den Medien lautstark und oft postuliert – in der Zeit der Gleichberechtigung leben, möchte ich daher alle Pudel daran erinnern, dass am 14. März die Herzensdamen sich revanchieren können – dann findet der leider viel zu wenig beachtete und allgemein bekannte „Steak & Blowjob“-Day statt. Dies sollte auch für Vegetarier kein Problem sein, an diesem Tag doch mal ein Stück Fleisch in den Mund zu nehmen.

Familientreffen: Oh, du Schröckliche!

Weihnachten ist überstanden, es war ein schöner Ausflug in mir im Alltag unbekannten Gesellschaftsschichten, die ich hier kurz wiedergeben will:

Hypergamie wie eh und je!

Eine angeheiratete entfernte Verwandte befindet sich gerade in der Scheidungsphase. Der gutmütige Trottel auch Ehemann genannt, ein Beta-Provider wie er im Buche steht, darf zu Weihnachten die beiden Kinder sehen und versorgen, damit die Dame sich mit Ihrem neuen Latino-Lover vergnügen kann. Den durfte ich auch kennenlernen, ich glaube er weiß nicht mal wie man Arbeit schreibt. Der zukünftige Ex zahlt sowieso weiter, die Dame ist auch im gemeinsamen Kredithaus geblieben, der Kinder wegen… Warum sollte man auch einen Beta neben sich ertragen, wenn man einen Alpha im Bett haben kann und der Beta trotzdem weiter zahlt?

Beta-Sein, das ist nicht schwer…

Mein Bruder lebt sein Beta-Dasein auch immer weiter aus. Seine Ehefrau lässt sich laut Eigenaussage „gern verwöhnen“ was eine großartige Umschreibung für „bin stinkfaul“ ist. Sie genoss schon Ihren Kaffee, als der Bankomat noch verschiedenstes Familiengerümpel aus dem Auto auslud, ins Haus transportierte und verstaute. Nach nur 3 Jahren Ehe gibt es keinen Respekt und nichts Liebevolles mehr, sondern ein Nebeneinanderher, wo einer nicht auskann (Eheschließung, Kredithaus, Kind). Vor allem im Beruf lief es schon mal besser für ihn, sprich: er kommt seiner Hauptaufgabe, der Geldheranschaffung, nicht mehr so nach wie sie es schon mal gewohnt war.

Flüchtlinge – da sage ich gar nichts mehr dazu

In einem Gespräch kam das Thema Sozialsystem auf, ein sehr links eingestellter Verwandter sprach davon, dass wir ein großartiges Sozialsystem hätten (er hat keine Sekunde seines Lebens in der Privatwirtschaft verbracht), nur dass manche „Freerider“ es eben zerstören würden. Ich dachte da an die Flüchtlinge, er dachte an mich, den Unternehmer – so unterschiedlich können Auffassungen sein. Laut seiner Ansicht macht es überhaupt nichts, wenn großteils arbeitsscheue Analphabeten kommen, schließlich hätten sie eine viel höhere Geburtenrate wodurch die Bevölkerungspyramide stabilisiert wird und mit deren Kindern wird dann alles gut, weil die die Segnungen der westlichen Welt genießen. Dem Weihnachtsfrieden zuliebe sagte ich nichts mehr.

Schwul zu sein, ist doch nichts Schlimmes!

Gottseidank musste ich mir diesen Spruch nicht wieder anhören, seit meine Mutter durch meinen Bruder mit einem Enkelkind beschenkt wurde. Meine Eltern haben ja immer noch die Vermutung, dass mit mir etwas nicht stimmt, da ich mit fast 40 Jahren unverheiratet und kinderlos bin. Ich glaube, es wäre für sie als „Tolerante“ einfacher einen schwulen Sohn zu akzeptieren, als einen MGTOW. Gottseidank mussten wir das Thema nie vertiefen.

Da heute der Tag der heiligen 3 Könige ist, möchte ich hier noch eine Karikatur des im letzten Jahr verstorbenen Manfred Deix verlinken:

SJW – Sex, Job, Weiber – das Spannungsverhältnis eines Betamanns

SJW steht im Internet eigentlich für Social Justice Warrior, also Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Damit sind Menschen gemeint, die fleißigen Menschen etwas wegnehmen wollen, um es faulen zu geben. Offiziell will man natürlich nur „den Reichen“ etwas nehmen, aber da das kompliziert ist und sich das Wegnehmen über Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Sozialversicherung und sonstige Abgaben schon so gut bewährt hat, verwendet man diese Mittel um vermeintlich „benachteiligten“ eine Wohltat zukommen zu lassen.

Ich missbrauche die Abkürzung aber, um die Prioritäten im Leben eines Betamanns aufzuzeigen und die Lebenseinstellung dadurch von einem Alphamann oder einem MGTOW abzugrenzen. Nochmals zur Erinnerung: 90-95% aller Männer sind von Natur aus Betas, nur wenige werden als Alpha geboren oder entwickeln sich ohne eigenes Zutun dazu. MGTOW ist der Weg für Betamänner aus der Versorgerrolle zu schlüpfen und zumindest teiweise ein Leben eines „natural born alpha“ zu führen.

Ein entscheidender Unterschied zwischen einem MGTOW und allen anderen Männern (ob Alpha, Beta oder ganz was anderes) – sozusagen das Differenzierungsmerkmal schlechthin – ist der Umgang mit Statussymbolen. Ein Statussymbol ist etwas, das viel Geld (gegebenenfalls viel Aufwand) erfordert und zwar deutlich mehr als dann damit Nutzen verbunden ist. Objektiv betrachtet als ein schlechter Deal. Der gute Deal wird für die Nicht-MGTOWs dadurch erzielt, dass mit dem Statussymbol eine gesellschaftliche Anerkennung verbunden ist, die den Preis (bzw. den Aufwand) wieder rechtfertigt. Nachdem ein MGTOW seinen eigenen Weg geht und damit definitionsgemäß auf die Meinung anderer bzw. der Gesellschaft im Allgemeinen schei*t, sind Statussymbole für ihn nicht von so großem Nutzen. Ein Statussymbol kann ein teures Auto oder eine teure/schöne (in diesem Sinne gleichbedeutend!) Frau sein. Das heißt nicht, dass ein MGTOW nur eine Klapperkiste fahren darf, aber wenn er ein schönes Auto fährt, dann nur darum, weil es ihm selbst Freude macht und nicht um andere zu beeindrucken.
Ein MGTOW zieht seine Befriedigung aus dem Handeln und Erleben, nicht aus dem Besitzen und Präsentieren.

Sex

Ein Mensch für den Sex wichtig ist, ist ein Mann. Auch für einen MGTOW ist Sex wichtig. Für viele Frauen ist Sex ein Mittel, um Dinge zu bekommen – diese Dinge müssen vom jeweiligen Sexualpartner dann erbracht werden. Ein Alpha bekommt den Sex gratis, ein Beta sieht zu, wie er diese Dinge organisiert/finanziert, ein MGTOW hingegen wägt ab, ob die Gegenleistung überhaupt passt und verzichtet gegebenenfalls auf Sex. Ein Beta verzichtet nur auf Sex, wenn er ihn sich nicht leisten kann, er ist ein Höriger seiner Körpermitte.

Job

Ein Beta wird und muss immer den Job annehmen, in dem er gemäß seiner Fähigkeiten am meisten verdient, um dieses Geld in (mickrigen, seltenen) Sex tauschen zu können, dessen Preis sich immer weiter erhöht im Lauf der Jahre einer Beziehung. Er ist ein Esel mit einer vorgespannten Karotte. Ein Unterschicht-Alpha legt keinen besonderen Wert auf den Job, Frauen und Sex bekommt er auch so; ein Oberschicht-Alpha priorisiert seinen Job, weil er ihm Macht verleiht. Ein MGTOW hingegen macht einen Job nur, wenn er ihm Freude bereitet (durch weniger Statussymbole ist extreme Einkommensmaximierung dann auch nicht notwendig) oder er sieht es als notwendige Übel, um seine anderen Interessen zu finanzieren – aber auch hier wird nicht das Einkommen maximiert (und dem Chef in den Hintern gekrochen), sondern das Verhältnis aus Aufwand und erzieltem Nutzen muss (wie beim Sex) in einem vernünftigen Verhältnis stehen.

Weiber

Ein Alpha ist im Normalfall in seiner Sexualität nur durch seine Potenz limitiert, ein Beta hingegen ständig „underfucked“. Ein Beta hat möglicherweise sogar mehr Sex als ein MGTOW weil er sich mit viel Aufwand noch eine Geliebte hält, etc. Das Verhältnis Investition/erreichter Sex ist jedenfalls ein Trauerspiel. Ein MGTOW hat Sex oder auch nicht, hat viel oder wenig – wie es sich eben ergibt. Die Lebensfreude zieht ein MGTOW aus vielen Quellen, wovon Sex eine ist (sein kann). Wenn die Quelle gerade nicht sprudelt, dann sprudelt eine andere. Das ist die Freiheit, die ein MGTOW genießt.

Der Betaisierungsprozess

Der Betaisierungsprozess ist jener Vorgang bei dem die Frau den Mann vom Alpha zum Beta macht (Englisch: The Betaization Process, Quelle: http://www.personalpowermeditation.com/forum/social-dynamics/the-betaization-process/)

Warum sollte eine Frau so etwas überhaupt tun, wo sie doch auf Alpha-Männer steht? Nun, das ist das Paradoxon der Frau: Sexuell angezogen fühlt sie sich natürlich von einem Alpha (stark, unabhängig, lässt sich nichts sagen, durchsetzungskräftig, Anführertyp, etc.) – aber für den Nachwuchs und das eigene (nicht-sexuelle) Wohlbefinden sowie das ihrer Kinder ist ein Betamann besser geeignet (Versorger, lässt sich nach den eigenen Wünschen herumkommandieren, etc.). Natürlich hat man vor einem Betamann keinen Respekt, weshalb man mit ihm auch nur das absolute Mindestmaß an Sex haben möchte. Dies ist auch der Hintergrund, warum vor einer Ehe (Mann tendenziell noch ein Alpha) mehr sexuelle Aktivität im Schlafzimmer herrscht als nach der Hochzeit (Mann wird durch den Betaisierungsprozess zum Beta).

Der Betaisierungsprozess geschieht unmerklich und unbewusst in kleinen Schritten und wohnt jeder Frau naturbedingt inne. Er kann nicht umgekehrt werden (Sprich: Wenn jemand mal den Respekt vor dir verloren hat, wirst du ihn nicht mehr zurückbekommen). Das Ziel des Mannes ist es – da er sich dieses Prozesses bewusst ist – diesen möglichst langsam fortschreiten zu lassen oder gar zu stoppen – umkehrbar ist er ja nicht.

Die Grafik zeigt wie viel ein Mann in einer Beziehung zu sagen hat über den Zeitverlauf hinweg – zu Beginn noch sehr viel, langfristig aber so gut wie nichts mehr. Diese steile Rutsche gilt für jeden Mann, also muss er die Zeichen erkennen und bremsen. Alternativ kann man die Beziehung natürlich beenden.

Es gibt insgesamt 4 Phasen, die dieser Prozess durchläuft:

Phase 1: Exklusivität

Der Mann begibt sich in dieser Phase in eine exklusive Beziehung mit der Frau – es ist kein Flirt mehr, sondern etwas „Festes“. Man(n) flirtet auch nicht mehr mit anderen Frauen, die Frau kann sich also des Mannes sicher sein. In dieser Phase sollte man – wenn man schon nicht mit anderen Frauen flirtet – zumindest für das andere Geschlecht attraktiv bleiben (der wachsende Bierbauch ist das NICHT), auch um der Frau zu zeigen, dass man noch „Optionen“ hätte. Sobald eine Frau jedoch weiß, dass man keine Optionen mehr hat, beginnt schon die Phase 2.

Phase 2: Reviermarkierung

Auch Frauen markieren ihr Revier – und das ist der Mann, um anderen Frauen zu zeigen, dass dieser Mann schon vergeben ist, aber auch um den Mann zu erinnern, dass er ihr treu sein soll. Dies kann durch folgende Dinge geschehen:

    – Kleinigkeiten werden im Einflussbereich des Mannes „vergessen“ oder „liegengelassen“ – ob das jetzt ein Ohrring ist, eine Zahnbürste oder ein Damenslip ist unerheblich. Es wird nicht so groß sein, dass es dem Mann auffällt – aber sollte eine andere Frau den entsprechenden Ort aufsuchen, soll ihr auffallen, dass der Mann eine Partnerin hat.
    – Körperliche Zeichen, wie Kratzer oder Bisse – in jungen Jahren auch gerne gemacht: Der Knutschfleck. Es geht nicht drum, dass dies „süß“ oder „erotisch“ oder „leidenschaftlich“ ist; nein, jeder soll auch in der Öffentlichkeit sehen, dass dieser Mann besetzt ist
    – Unterbindung von auch nur platonischem Kontakt zu anderen Frauen. Mit einer Kollegin einen Kaffee trinken zu gehen, wird ärgsten Stress hervorrufen. „Ich liebe dich doch so sehr und bin eifersüchtig“, wird sie sagen. Aber es zählt nicht, was sie sagt, es zählt was sie tut – sie treibt die Betaisierung voran; ohne Kontakt zu anderen Frauen hat Man(n) keine Optionen mehr

In dieser Phase muss ein Mann erst recht darauf bedacht sein, sich Optionen offen zu halten und „Markierungen“ zu unterbinden, auch Kontaktverbote müssen ignoriert werden – ansonsten geht es schnurstracks in Phase 3.

Phase 3: Punktuelle Sexverweigerung

Irgendwann kommt der Punkt ganz bestimmt. Der Mann hätte gerne Sex, die Frau lehnt ab. Welche Begründung (Kopfweh, Müdigkeit, Regelschmerzen, etc.) ist dabei egal. Grade bei den Regelschmerzen tut man sich als Mann argumentativ natürlich schwer. Aber wenn eine Frau damit durchkommt (so böse das jetzt klingt), dann lernt sie, dass sie bei diesem Mann die Oberhand hat und dass sie mit Sex oder Nicht-Sex Dinge durchsetzen kann.
Die einzige Chance, die ein Mann hat, ist hier rigoros einzugreifen. Ein bewährter Satz z.B. bei Regelschmerzen ist: „Das verstehe ich mein Schatz, du kannst mir ja auch einfach einen blasen, das ist doch sehr schön“. Wenn die Frau jetzt nicht gerade am gleichen Tag auch noch eine Wurzelbehandlung hatte (die Wahrscheinlichkeit ist verschwindend gering) ist das jetzt der Scheideweg: Wehrt sie sich auch dagegen, also gegen jede Form von sexueller Aktivität – dann kann man sich als Mann gleich lebendig begraben, denn man wird enden wie die Vielzahl an Ehemännern, die im Shoppingcenter immer so traurig den Einkaufswagen ihrer Frau samt Anhang hinterherschieben.

Phase 4: Aktive Respektlosigkeit

Wenn eine Frau erstmal festgestellt hat, den Mann mittels Sexverweigerung domestizieren zu können, wird sie jeden Respekt verlieren – und das auch zeigen. Ob sie ihn jetzt ignoriert, ihm Hobbies verbietet oder ihn in den berühmten „Hobbykeller“ verbannt (=der Rest des Hauses ist dann ein von ihr kontrolliertes Territorium), (fast) vollständige Einstellung jeglicher sexueller Handlungen, die Liste ist lang und jede Aktion ist unumkehrbar – außer man beendet die Beziehung.

In Phase 3 erfolgt übrigens zumeist die Hochzeit: Die Frau hat mittels punktueller Sexverweigerung erkannt, welches starke Mittel sie in der Beziehung hat. Jetzt geht es darum, die Versorgung zu sichern. Bei kompletter Sexverweigerung wird sich wohl kaum ein Mann zu einer Hochzeit überreden lassen. Und zuviel Respektlosigkeit ist wohl auch keine gute Voraussetzung.

Wer bereits in Phase 4 ist, kann nur mehr die Beziehung beenden. Oft ist man dann natürlich verheiratet, was eine Trennung schwierig/teuer/you-name-it macht, aber es ist hoffnungslos. Deshalb sollte dann ein guter Plan her.

Die Leser dieses Blogs werden – sofern Sie nicht Phase-4-Typen sind – hoffentlich durch diesen Beitrag gar nie soweit kommen. Und wer schon in Phase 3 ist, sollte jeden Versuch einer Hochzeit oder Schwangerschaft unterbinden, er wird unweigerlich in Phase 4 landen – es ist nur eine Frage der Zeit.

An die Frauen habe ich an dieser Stelle keinen wirklichen Rat: Denn auf der einen Seite wünscht man sich einen liebevollen Versorger und hat gerne die Oberhand, auf der anderen Seite geht das nicht mit einem starken, unabhängigen Alphamann zusammen. Nur soviel: Behandelt eure Männer freundlich und mit Respekt und setzt Sex nicht als Druckmittel ein (auch wenn es verlockend sein mag), dann habt ihr auch langfristige Freude mit euren Männern!

Ich, Beta Orbiter a.D.

(a.D. = außer Dienst)

Butter bei die Fische, maximal 5% aller Männer sind Alphas. Meine Definition eines Alphas: In der Beziehung sagt der Mann, wo es lang geht und die Frau hält sich nicht nur daran, sondern ist auch überzeugt davon, dass es das Richtige ist.
Darum komme ich auf 5% – in den meisten Beziehungen hat nämlich (wertfrei!) die Frau das Sagen, bei unverheirateten Paaren ist die Quote der Männer vielleicht noch einen Ticken höher, aber nach der Hochzeit sind 5% das absolute Maximum.

Natürlich gibt es bei den 95% Betas Schattierungen und dann kommt noch der „Provider“-Faktor dazu. Während man mit Anfang 20 für gewisse Frauen uninteressant war, schaut es mit Anfang 30 als beruflich erfolgreicher Junggeselle schon wieder ganz anders aus. Viele Betamänner glauben, sie hätten sich geändert oder weiterentwickelt – weit gefehlt! Die Frauen haben sich geändert: Während früher Spaß, Unterhaltung und Sex im Vordergrund standen, braucht es jetzt dauerhafte Versorgung und diesen Ansprüchen genügt der Beta-Provider eben besser als der coole Motorrad-Rocker, der der Herzensdame vor 5 Jahren noch den Kopf verdreht hat.

Von der vermeintlichen(!!!) eigenen Attraktivität geblendet, lässt sich der Beta nun von der Dame rasch zur Hochzeit überreden, ja begehrt förmlich danach, um dieses „Goldstück“ dauerhaft an sich zu binden, jetzt wo es endlich geklappt hat. Dauerhaft gebunden sind aber nur die Unterhaltsansprüche – auf die Anwesenheit der besseren Hälfte darf die Hälfte der Beta-Provider mittelfristig aufgrund des Scheidungsrechts verzichten und der Sex hat sich sowieso schon früher aus der gemeinsamen Wohnung verabschiedet.

Zurück zum Thema: Ja, natürlich bin ich ein Beta, ich bin kein Alpha. In meinen Teenagerjahren habe ich mir von einer drallen Blondine den Kopf verdrehen lassen – natürlich bin ich nicht zum Stich gekommen. Ein bisschen flirten, sich die Erzählungen der Probleme mit Ihrem Freund anhören, herumalbern, dass man vielleicht später heiratet, wenn beide niemand anderen finden – das volle Beta-Orbiter-Programm. Grade die Sache, als Backup-Mann zu dienen, habe ich damals noch als Kompliment empfunden, ich Idiot. Langer Rede, kurzer Sinn: Nach fast 20 Jahren ohne Kontakt bekomme ich über ein berufliches Netzwerk eine Kontaktanfrage. Die Dame hat noch den gleichen Familiennamen (auch kein Doppelname), also offenbar übrig geblieben. Nachdem sie tausende Kilometer entfernt in einer anderen Branche ohne gemeinsame Netzwerkverbindungen ist, hat sie sich also jetzt wo sie knapp vorm 40er ist und laut Profilbild auch schon etwas „mehr“ ist, an den dummen Beta Orbiter von damals erinnert, bei dem jetzt „Geschäftsführer“ als Berufsbezeichnung angegeben ist.
Anfrage ignoriert – Danke, aber nein, Danke!

Und wer bist du?

Beta Orbiter (Betamännchen in Warteposition)

Ein Orbiter ist in der Raumfahrt eine Sonde, die einen Himmelkörper umkreist – ein Kontakt ist nicht vorgesehen. Ein Beta Orbiter ist im Englischen (und eine wirklich gute deutsche Übersetzung ist mir nicht eingefallen, Vorschläge willkommen!) ein Beta-Männchen, das um eine Frau herumkreist.

Oft wird Frauen vorgehalten, dass sie nicht an die Zukunft denken. Dies ist natürlich grundlegend falsch. Für eine Frau ist die Versorgung das Wichtigste und so eine Versorgung kann auch mal ausfallen, also braucht es einen Plan B: Den Beta-Orbiter, den man sich hält, um beim Ausfall des Hauptversorgers umgehend switchen zu können.

https://rationalmale.files.wordpress.com/2016/03/plan_b.jpg?w=490&h=329

Auf „The Rational Male“ veröffentlicht, geben 43% zu (die Dunkelziffer ist sicher höher bzw. wird noch ein Backup-Versorger gesucht), einen Beta-Orbiter zu haben, auf den man im Falle des Scheiterns der aktuellen Beziehung zurückgreifen kann.

Logisch ist, dass dieser Backup-Mann natürlich schlechter (=weniger attraktiv) als der aktuelle Mann ist, sonst wäre die Dame schon geswitcht. In wenigen Fällen (15%) erfolgte der Switch noch nicht, das kann natürlich finanzielle und juristische Gründe (Scheidung, Haus, Unterhaltsstreit) haben.

Fast jeder Beta-Mann war auch schon mal Beta-Orbiter – also in einer Situation wo eine Frau ein wenig geflirtet hat, um Annehmlichkeiten zu erhalten und dies über einen längeren Zeitraum, es aber nie zu einer sexuellen Interaktion kam. Eine Frau kann natürlich mehrere Orbiter haben. Für einen Mann hingegen gilt: Schlimmstmögliche Situation! Eine Frau lockt mit Dingen, die sie niemals bereit zu geben ist – erhält dafür aber ganz konkrete Gegenleistungen. Im Geschäftsleben wäre dies kriminell.