Weiblicher Auftrag (Female Imperative), Männlicher Auftrag und Ehe 1.0

Die Natur hat die Geschlechter mit Aufträgen ausgestattet, die dem Überleben der Art dienen sollen bzw. haben sich diese Aufträge offenbar – um der Darwinschen Logik zu folgen – als die besten erwiesen und sich daher durchgesetzt.

Der ausführlichere englische Blogeintrag, immerhin schon 4 Jahre alt – aber was ist das schon, wenn es um Evolutionsgeschichte geht – findet sich hier: https://verusconditio.wordpress.com/2012/12/27/the-male-imperative-vs-the-female-imperative/

Kleine Hinweis: Es handelt sich um einen längeren Eintrag, die Zeit ist aber gut investiert, in 10 Minuten werden Geschlechterrollen, Ehe, Feminismus und MGTOW umfassend behandelt - für MGTOW-Profis eine gute Zusammenfassung, für MGTOW-Einsteiger ein toller Einstieg, um die großen Zusammenhänge zu verstehen.

Die Aufträge in jeweils einem Wort

Der männliche Auftrag (Male Imperative) wird in einem Wort wie folgt beschrieben: GEWINNEN
Der weibliche Auftrag (Female Imperative) ebenfalls in einem Wort: ÜBERLEBEN

Daraus lassen sich dann folgende weibliche Strategien ableiten:
1. Sex mit dem besten verfügbaren Mann zu haben und mit ihm Kinder zu zeugen
2. Versorgung für sich selbst und die Kinder sicherzustellen
3. Sollten 1 und 2 derzeit nicht umsetzbar sein, so ist die eigene Versorgung unter allen Umständen zu sichern, bis wieder die Ziele 1 und 2 verfolgt werden können.

Die männliche Strategie ist viel einfacher und besteht aus nur einem Punkt:
1. Habe so viel Sex wie möglich.

Da durch die weiblichen Strategie vorgegeben ist, dass nur ein erfolgreicher Mann mit einer Frau Sex haben wird, entsteht daraus der männliche Konkurrenztrieb, um schlussendlich „zum Zug“ zu kommen. Vergleiche Briffault’s Gesetz.

Das Konfliktpotential der Aufträge ist enorm

Diese Aufträge führen aber zu einem gesellschaftlichen Problem: Frauen möchten Sex nur mit den Alphas haben, das sind je nach Definition die Top-20%, Top-10% oder Top-5% der männlichen Population, der Rest der Männer ist schlichtweg uninteressant. Vergleiche Apex Fallacy.

Der ausgesuchte Alpha-Mann, von dem die Frau schwanger ist, soll dann für die Versorgung der Frau und die Kinder verantwortlich sein. Wenn aber nur 20/10/5 Prozent der Männer „zum Zug“ kommen, aber 100% der Frauen schwanger sind (weil diese Alphas ja mit allen Sex haben, es entspricht ihrem Auftrag), dann haben wir ein Problem – das geht sich nämlich nicht aus. Die Versorgung der Frauen ist nicht gesichert, 80-95% der Männer (die Betas) sind unbefriedigt – wir haben ein gesellschaftliches Tohuwabohu bei dem sich die Frauen gegenseitig im Kampf um die Alphamännchen die Augen auskratzen und die Betamänner wiederum sich untereinander bekriegen, um auch Gewinner zu werden und so zu Sex zu kommen.

Aus gesellschaftlicher Sicht bzw. Sicht der Elite ist das natürlich nicht wünschenswert: Alle Menschen sollen einigermaßen friedlich leben, um die Sicherheit der Elite zu gewährleisten und damit diese entsprechend profitieren kann. Was also tun? Wir erfinden die Ehe 1.0.

Die Lösung: Ehe 1.0

Vorweg: Die Ehe 1.0 war tausende von Jahren ein gesellschaftlich akzeptiertes Konzept (das sage ich absolut werfrei!), das es mittlerweile in westlichen Gesellschaften aufgrund des Feminismus nicht mehr gibt.
Die Idee hinter der Ehe 1.0 war, dass (fast) jeder Mann eine Frau haben soll bzw. umgekehrt. Ein äußerst attraktiver 10er-Mann eine 10er-Schönheit als Frau, ein mittlerer 5er-Mann eine 5er-Frau, etc. – also schön ausgewogen. Die attraktiven Männer kriegen die attraktiven Frauen und so weiter. DIESES KONZEPT WIDERSPRICHT DEM BIOLOGISCHEN AUFTRAG DER FRAU. Wie wir schon gelernt haben, will jede Frau einen Alpha-Mann (nicht so attraktive Männer geben sich hingegen auch mit nicht so attraktiven Frauen zufrieden, Sex kann man schließlich mit diesen auch haben – vulgär gesagt „Innen sind sie alle rosa“). Damit es fair zugeht, müssen also auch die Männer auf etwas verzichten – und zwar auf die Polygamie: In der Ehe ist Monogamie angesagt. Die Männer verzichten also auf Sex mit vielen Frauen zugunsten einer einzigen Frau, die ihrem sexuellen Marktwert entspricht, die Frau verzichtet auf den Top-Mann zugunsten einer gesicherten Versorgung.

Die Ehe war also immer schon ein Kompromiss, bei dem beide Geschlechter auf etwas verzichten, um dauerhafte etwas zu haben, man könnte es durchaus ein Sozialsystem nennen.

Sozialsystem deshalb, weil jeder etwas hergibt, um dauerhaft abgesichert zu sein, vor tausenden von Jahren gab es noch kein Geld als Tauschmittel, deshalb war eben dies das Sozialsystem.

Ehe 2.0 – Ehe in Zeiten des Feminismus

Immer wieder wird behauptet, dass der Feminismus allen nützt – das mag für die Emanzipation gelten, für den Feminismus, der de facto ein Frauenfaschismus ist, sicher nicht. Emanzipation bedeutet Gleichberechtigung, gleiche Chancen zur Entfaltung. Wenn Menschen egal welchen Geschlechts ihre Potentiale voll entfalten können, ist dies auch der Gesellschaft nützlich. Eine Bevorzugung einer Gruppe aufgrund einer biologischen Eigenschaft hingegen, sorgt nur für Unfrieden und Ungerechtigkeit – das Judentum hat sicher nicht vom Arierkult der Nazis profitiert, um ein sehr politisch unkorrektes Parallelbeispiel zu nennen.

Wie bereits erläutert, verzichten die Frauen in der Ehe 1.0 auf die Top-Männer zugunsten einer dauerhaften Versorgung. Der Feminismus als inhärentes Element einer linksextremistischen, gesellschaftsexperimentellen Politik befreit die Frauen von der Restriktion, sich einen Mann ihres Levels nehmen zu müssen, um abgesichert zu sein. An Stelle des Mannes tritt die Gesellschaft, das Sozialsystem, der Staat: Alleinerziehende Mütter sind die Heroes unserer Zeit und müssen in jeder erdenklichen Form gefördert oder eventuell bemitleidet werden. Allgemein eingezogene Steuern werden an Frauen, die ihren Mann vor die Tür gesetzt haben, umverteilt.
Diese einseitige Aufkündigung des Deals Ehe 1.0 durch den Feminismus hilft nur den Frauen. Wäre die Ehe 1.0 komplett abgeschafft worden, müsste auch die männliche Verpflichtung (Restriktion auf einen Sexualpartner) abgeschafft werden. Damit ein Mann also unbehelligt durch die Gegend vögeln darf, müsste in logischer Folge der Unterhalt für leibliche Kinder abgeschafft werden – Ehe 1.0 wäre damit entfernt: Frauen können Kinder haben, soviele und mit wem sie wollen, finanziert durch die Allgemeinheit – Männer können herumvögeln wie sie wollen ohne Verantwortung fürchten zu müssen.

Wir würden damit wieder zurückkehren in die Zeit vor der Ehe 1.0, eine steinzeitlich archaische Gesellschaft, die offenbar zumindest damals nicht ausreichend gut funktioniert hat, eventuell mit heutiger Technologie und Gesellschaftsstruktur wieder funktionieren würde.

Nur sehe ich dazu niemanden, der dieses Ziel verfolgen würde: Frauen haben bereits alle Verpflichtungen aus Ehe 1.0 abgeschafft, jeder weitere Schritt würde nur den Männern nützen. Männer würden vielleicht gerne quer durch die Gegend vögeln, allerdings sehnen sich Männer auch nach Liebe, Geborgenheit und Zuneigung und können der Monogamie prinzipiell schon etwas abgewinnen, sonst hätte das Modell der Ehe 1.0 nicht tausende von Jahren Bestand gehabt. Mein obiges Gedankenexperiment ist somit ein reines Produkt meiner Phantasie und wahrscheinlich auch nicht wünschenswert.

Wir leben nun aber in Zeiten der Ehe 2.0, die aufgrund der Scheidungsgesetze der westlichen Welt dem Mann keinerlei Vorteile mehr bringt, dadurch zu einer Reduktion von Ehen, zu einer Reduktion von Kindern und zu einer hohen Scheidungsrate (Frauen gewinnen im Normalfall deutlich durch eine Scheidung) geführt hat. Die MGTOW-Verhaltensweise ist nur eine Reaktion auf diese Umgebungsfaktoren, schließlich gilt „survival of the fittest“ laut Darwin und in unserer heutigen Gesellschaft kannst du als Mann nur MGTOW sein, wenn du dein Leben, dein Vermögen und deine Zukunft nicht mutwillig aufs Spiel setzen möchtest. Natürlich gibt es viele glückliche Ehen, aber es kann eben auch anders ausgehen und mit Pech ist dann dein finanzielles Leben aufgrund einer einzigen Entscheidung gelaufen. Die biologischen Aufträge der Geschlechter vertragen sich eben nicht mit einem feministischen Sozialstaat – es handelt sich also um ein menschgemachtes Problem und wie Einstein schon sagte:

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Der Staatsfeminismus wird also nichts gegen hohe Scheidungsraten und geringe Kinderzahl unternehmen können – und solange Feminismus existert, wird auch MGTOW existieren (Yin-Yang lässt grüßen!).

Beta Orbiter (Betamännchen in Warteposition)

Ein Orbiter ist in der Raumfahrt eine Sonde, die einen Himmelkörper umkreist – ein Kontakt ist nicht vorgesehen. Ein Beta Orbiter ist im Englischen (und eine wirklich gute deutsche Übersetzung ist mir nicht eingefallen, Vorschläge willkommen!) ein Beta-Männchen, das um eine Frau herumkreist.

Oft wird Frauen vorgehalten, dass sie nicht an die Zukunft denken. Dies ist natürlich grundlegend falsch. Für eine Frau ist die Versorgung das Wichtigste und so eine Versorgung kann auch mal ausfallen, also braucht es einen Plan B: Den Beta-Orbiter, den man sich hält, um beim Ausfall des Hauptversorgers umgehend switchen zu können.

https://rationalmale.files.wordpress.com/2016/03/plan_b.jpg?w=490&h=329

Auf „The Rational Male“ veröffentlicht, geben 43% zu (die Dunkelziffer ist sicher höher bzw. wird noch ein Backup-Versorger gesucht), einen Beta-Orbiter zu haben, auf den man im Falle des Scheiterns der aktuellen Beziehung zurückgreifen kann.

Logisch ist, dass dieser Backup-Mann natürlich schlechter (=weniger attraktiv) als der aktuelle Mann ist, sonst wäre die Dame schon geswitcht. In wenigen Fällen (15%) erfolgte der Switch noch nicht, das kann natürlich finanzielle und juristische Gründe (Scheidung, Haus, Unterhaltsstreit) haben.

Fast jeder Beta-Mann war auch schon mal Beta-Orbiter – also in einer Situation wo eine Frau ein wenig geflirtet hat, um Annehmlichkeiten zu erhalten und dies über einen längeren Zeitraum, es aber nie zu einer sexuellen Interaktion kam. Eine Frau kann natürlich mehrere Orbiter haben. Für einen Mann hingegen gilt: Schlimmstmögliche Situation! Eine Frau lockt mit Dingen, die sie niemals bereit zu geben ist – erhält dafür aber ganz konkrete Gegenleistungen. Im Geschäftsleben wäre dies kriminell.

Alpha fucks – Beta bucks (AFBB) – Weibliche Sexualstrategie schnell erklärt

Denkt mal zurück an eure Schulzeit, auf wen sind die Mädels am meisten abgefahren? Richtig: Die mit den schlechten Noten; die, die sich nichts sagen lassen; die, die schon ein Auto hatten (Abitur nicht notwendig). Kurzum: Alle jene, die man eher nicht heiraten würde, weil man sich auf sie langfristig nicht verlassen kann.

Und jetzt seid ihr plötzlich dreißig: Die ehemaligen Streber haben doch noch eine Frau gefunden, haben Kinder, einen Immo-Kredit über mehrere Jahrzehnte. Wie kann das sein? Früher hat sich nie eine Frau für diese Typen interessiert und jetzt entscheiden sich die Frauen plötzlich dafür, mit solchen Leuten langfristig zu planen und ihr Leben zu verbringen?

Ist das ausgleichende Gerechtigkeit? NEIN, es ist pure Berechnung.

Dieses Phänomen wird in den USA als „Alpha fucks – Beta bucks“ bezeichnet, auf Deutsch „Alphamännchen vögelt, Betamännchen bezahlt“. Wenn eine Frau noch jung ist (sagen wir 16-25), möchte sie vor allem Spaß und Aufmerksamkeit. Die kriegt sie auch, von vielen, vielen Männern. Die laden sie zu Getränken ein, auf Wochendausflüge, im Eintausch für zwanglosen Sex (wenn es denn überhaupt dazu kommt). Es ist ein Verkäufermarkt – die Frau sucht sich aus, mit wem sie in die Kiste will, Auswahl gibt es genug. Da sucht man sich halt lieber den braungebrannten Surflehrer, der zwar sonst nix auf die Reihe kriegt, aber im Bett für ordentlich Ramba-Zamba sorgt. (Das ist jetzt nicht sarkastisch gemeint, das ist komplett nachvollziehbar – wenn sich die Chance ergibt, warum nicht). Das sind die Alphamännchen (stark, männlich, durchsetzungsstark, Traumtypen ohne Langzeitstrategie, die im Hier und Jetzt leben; Kinder von diesem Typen meinetwegen, als Zahlvater aber zu unzuverlässig)

In einem vorherigen Post „Sexueller Marktwert“ habe ich schon erwähnt, dass ab Mitte 20 die Attraktivität von Frauen am Partnermarkt abnimmt. Es heißt jetzt also, einen Partner zu finden, der für die lebenslange(!!) Versorgung zuständig ist. Was ist da besser als der schüchterne Streber von damals – anstatt sich am Surfbrett zu bräunen hat er die Uni besucht, gut abgeschlossen, jetzt in einer Großfirma einen sicheren und gutbezahlten Job. OK, er ist ein wenig langweilig, aber er muss sowieso viel arbeiten, so viel wird man ihn jetzt zuhause auch nicht antreffen.

Das ist ein Betamännchen – in einer Kneipenschlägerei wäre er dem Surflehrer hoffnungslos unterlegen; zu den Dates kommt er immer pünktlich und mit einem kleinen Geschenk (der Surflehrer war nicht immer zuverlässig da, mal musste er einem Kumpel helfen, mal hat er drauf vergessen). Das Einkommen ist stabil und von der höheren Sorte – da kann man sich als Frau also auch auf die Suche nach einem schicken Neubau machen, den der Gatte in spe dann bezahlen kann.

Die paar Mal Sex im Monat sind sowiso nur vor der Hochzeit, danach nimmt die Rate an Kopfwehnächten rapide zu. Außerdem fordern der Hauskredit und die Kosten für die Kinderchen ihren Tribut – in der Firma sind Überstunden zu machen, schließlich muss das alles irgendwie bezahlt werden.

Dieser prototypische Lebenslauf (ich bin sicher – JEDER im Alter von Ü30 kennt mehrere Paare, bei denen es genau so gelaufen ist) erklärt langatmig aber anschaulich, was die Amis unter „Alpha fucks – Beta bucks“ zusammenfassen. Der Surflehrer im Bett, dann ab 30 der Ex-Streber als Finanzier.

Mit Liebe hat das nichts zu tun. Oder damit, dass eine Frau plötzlich „vernünftig“ geworden ist: Als junge Frau steht dir die Welt offen, du hast genügend Optionen – also hast du erstmal deinen Spaß. Und dann später muss man sich und die Kinderschar eben absichern. Mal ehrlich: Wären wir Frauen, würden wir es doch genauso machen.

Als Mann kannst du daraus nur folgende Schlüsse ziehen:

  • Wenn du vom Ignorierten zum Angebeteten wirst – AUGEN AUF.
  • Hör nicht darauf, was sie sagt, sondern was sie tut (und will)
  • Wenn das Thema Heiraten auf den Tisch kommt, sag einfach „Heiraten ist spießig und das System ist ungerecht – lass uns doch einfach so zusammenleben, wir brauchen doch keinen Trauschein“ – beobachte ihre Reaktion genau!
  • Bei besonders harten Fällen kannst du auch erwähnen, dass du vasektomiert bist (auch wenn es vielleicht gar nicht stimmt) – die Reaktionen sind köstlich (wenn man etwas abgebrüht ist)

Ganz wichtig: Das ist nicht egoistischer als das Verhalten der Frau, die einen lebenslangen Versorger sucht. Jeder muss auch ein bisschen auf sich selber schauen.