Oops – Schwanger!

Nachdem es in meinem etwas jüngeren männlichen Bekanntenkreis nun schon wieder vorgekommen ist, dass die Freundin ungeplant schwanger wurde obwohl sie die Pille nimmt, wird es Zeit einen Eintrag darüber zu verfassen.

In beiden Fällen innerhalb von 18 Monaten sind die Männer unverheiratet, karrieretechnisch erfolgreich und Anfang 30, die Freundinnen Ende 20. Ein Kind ist nicht geplant, die Männer haben auch nicht vor zu heiraten, sondern gehen es locker an. Die Herzensdamen sind laut jeweiliger Eigenaussage damit einverstanden und haben (zumindest derzeit bzw. in naher Zukunft) auch keinen Kinderwunsch und sind auch nicht religiös (Abtreibung und so).

Bei den Damen läuft es aus beruflicher Sicht mal etwas holpriger und just in dem Moment werden sie schwanger, beim zweiten armen Tropf sogar mit Zwillingen. Eine Abtreibung kommt überhaupt nicht in Frage, denn „jetzt ist es so und es ist ja auch etwas Wunderschönes“.

Bei Fall Nummer 1 wurde die Schwangerschaft überhaupt bis ins fünfte Monat verschwiegen, zum Zeitpunkt der Zeugung waren die beiden übrigens 6 Wochen zusammen.

Bei Fall Nummer 2 dauerte die Beziehung schon länger und die Dame versuchte sich in Sachen Hypergamie – beim ersten Treffen mit ihr und der Erwähnung ich sei Unternehmer sprang sie sofort darauf an – Aber danke, nein, danke 🙂

Wie haben sich die Männer nun verhalten: Fall Nr. 1 legt sehr viel Wert darauf, was andere von ihm halten. Er hat also sein Arbeitszimmer zu einem Kinderzimmer umfunktioniert, als das nicht gereicht hat wurde die Wohnung gegen ein Haus am Stadtrand getauscht. Der Großteil seines Einkommens fließt in Frau und Kind, die geplante Neuwagenanschaffung ist vorerst einmal verschoben.

Fall Nr. 2 hingegen ist eine coole Socke – ihm war immer schon ziemlich egal, was die Leute von ihm halten. Also hat er seinen gut bezahlten, angesehenen aber auch etwas anstrengenden und langweiligen Verwaltungsjob gekündigt. Nachdem sich seine Freundin nicht an die besprochene Lebensplanung gehalten hat, sieht er auch keinen Grund dafür. Er macht jetzt etwas, was er immer schon tun wollte und was zwar nicht anstrengend ist, aber nicht mal ein vierstelliges Nettogehalt bedeutet, später wird’s wohl mehr werden.

Was lernen wir daraus: Wie man mit einer ungeplanten Schwangerschaft umgeht, ist jedem selbst überlassen. Idealerweise lässt man es überhaupt nicht dazu kommen. Stichwort: Vasektomie.
Wer nicht an sich herumschnippeln lassen will, kann zumindest noch eine Variante probieren: Im Büro kommt es häufig vor, dass Kolleginnen Kinder werfen und dann wenige Monate später mit den Schreihälsen auf Besuch ins Büro kommen. Die meisten anderen Damen rufen dann „Oh, wie süß!“, aber einige wenige wollen davon nichts wissen – mit denen kann man eventuell etwas versuchen, von der „Oh, wie süß!“-Fraktion muss man als Nicht-Vasektomierter unbedingt die Finger (und andere Körperteile) lassen.