Es geht weiter bergab: Pirelli Kalender 2017

Wir Männer wissen, dass Frauen am Pirelli-Kalender top geschminkt und optimal fotografiert sind und dann noch mit Photoshop nachgearbeitet wurde. Neuerdings geht der Trend zu „natürlichen“ Frauen, also weibliche Personen, die ihren Schönheitspeak schon lange hinter sich gelassen haben. Alles andere würden Frauen zu sehr unter Druck setzen und emotionalen Schaden hervorrufen.

Das ist in etwa so, wie wenn man Buben die Ferrari-Poster von der Wand nimmt und sie stattdessen Bilder von Skoda Fabia, Dacia Sandero und Fiat Panda aufhängen lässt – der Umstand, wohl nie einen Ferrari zu besitzen, könnte sie in der persönlichen Entwicklung stören.

Genug der Worte, nun folgen Bilder des aktuellen Pirelli-Kalenders abwechselnd mit alten Pirelli-Kalendern:

Julianne Moore - ein heißer Feger... vor 20 Jahren!
Julianne Moore – ein heißer Feger… vor 20 Jahren!
Pirelli 1995
Pirelli 1995
Robin Wright ist eine gute Schauspielerin - ein Toyota Corolla ist auch ein gutes Auto
Robin Wright ist eine gute Schauspielerin – ein Toyota Corolla ist auch ein gutes Auto
Pirelli 2006
Pirelli 2006
2016 war nicht besser, ist das ein Trost?
2016 war nicht besser, ist das ein Trost?
1986 - Reden wir über Kunst... Du kunst mir gerne einen blasen :-)
1986 – Reden wir über Kunst… Du kunst mir gerne einen blasen 🙂

 

„Diese Schenkel erzählen eine Geschichte von Sieg und Mut“

Bekanntermaßen ist all jenes abgrundtief böse, bei dem sich auch nur eine einzige Frau schlecht fühlen könnte. Im konkreten Fall geht es um den Einsatz von Photoshop in der Werbung.

Es wird ein unrealistisches Frauenbild vermittelt, damit können Frauen angeblich nicht umgehen und es führt zu schwersten psychischen Belastungen.

Darum gibt es auch einige Modefirmen, die damit werben, auf Photoshop gänzlich zu verzichten und laut Eigenaussage auch drastische Umsatzsteigerungen zu verzeichnen haben. Es könnte natürlich auch sein, dass die Umsatzsteigerung auf die Publicity rund um den Photoshop-Verzicht zurückzuführen ist und nicht unbedingt auf die nun „natürlicheren“ Models.

Die ganze Story inkl. Anschauungsmaterial und dem im Titel angeführten Zitat gibt es hier: http://schaufenster.diepresse.com/home/mode/modenews/4994298/Plus-Size_Korper-mit-Rollen-und-Dellen?gal=4994298&index=5&direct=&_vl_backlink=/home/mode/index.do&popup=

Nun ist es so, dass ich selbst nicht wie George Clooney aussehe, auch nicht über den Reichtum von Bill Gates verfüge und schon gar nicht über den Verstand von Stephen Hawking. Und wisst ihr was? Ich komme damit zurecht! Ich habe zumindest aufgrund dieser Umstände keine außergewöhnlichen psychischen Belastungen bei mir feststellen können. Ich weiß, was ich bin und kann und damit zufrieden. Ich weiß auch, dass in den Medien nicht die Wirklichkeit verbreitet wird.

Und vor allem: Ich fordere nicht, dass in Ocean’s Fourteen in Zukunft nur noch kleinwüchsige Männer mit Bierbauch mitspielen müssen.

Auf den Körper zu setzen ist aufgrund biologischer Umstände immer nur eine Kurzfriststrategie (was in manchen Situationen durchaus angemessen sein kann), allerdings sollte man immer eine Langfriststrategie (die auf dem Verstand basiert) im Hintergrund entwickeln und nicht danach jammern, dass alles so schlecht und ungerecht ist. Das gilt für beide Geschlechter gleichermaßen.

Zum Abschluss noch ein Klassiker:

Barbie stand in den letzten Jahren im MIttelpunkt kontroversieller Diskussionen. Feminstinnen sagen, sie repräsentiert ein unrealistisches, ungesundes und unfaires Schönheitsideal, welches zu einer Krise bei jungen Mädchen und ihrem Selbstbewusstsein führt.
Barbie stand in den letzten Jahren im MIttelpunkt kontroversieller Diskussionen. Feminstinnen sagen, sie repräsentiert ein unrealistisches, ungesundes und unfaires Schönheitsideal, welches zu einer Krise bei jungen Mädchen und ihrem Selbstbewusstsein führt.