Ein Fest für den Babybauch?

Aus Amerika kommt neuer Verdummungsunsinn zu uns und nennt sich Babyshower – damit sind Parties zu Ehren Hochschwangerer gemeint, die sich dann mit Konfettis in Schnullerform bewerfen lassen können.

Wir kennen das Problem: Nachdem die Madame am Hochzeitstag (dem zumindest für sie schönsten Tag des Lebens, für ihn des Öfteren der letzte schöne Tag im Leben) im Mittelpunkt gestanden ist, fehlt diese Aufmerksamkeit. Wie praktisch, dass man mit der Schwangerschaft erneut im Zentrum stehen kann.

Wer möchte, kann sich den Schwachsinn auch in Langform geben: http://diepresse.com/home/leben/mensch/5201831/Oh-Its-a-Baby-Ein-Fest-fuer-den-Babybauch

Übrigens wurde vor Kurzem im niederländischen Fernsehen eine TV-Show abgesetzt, die Schwangere in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt hat – man kann es den Damen also nicht recht machen.

Die Show hieß „Dick oder Schwanger“, der untenstehende Ausschnitt zeigt, wie einfach diese Aufgabe für die Kandidaten war:

Ist natürlich frauenfeindlich, also weg damit.

Eine ebenfalls tolle Portion MGTOW gibt es bei der Vox-Doku-Reality-Irgendwas „4 Hochzeiten und eine Traumreise“. Im Prinzip ein „Perfektes Dinner“ auf Hochzeiten umgemünzt: 4 unterschiedliche Kandidatinnen gehen auf die Hochzeiten der jeweils anderen und kritisieren sich gegenseitig, um eine Reise an den Arsch der Welt abzustauben. Die Ehemänner kommen – wie in der Realität auch – nur am Rande vor, aber mir als sensibler Mensch kommt doch immer wieder das Gefühl von Mitleid hoch, auch wenn das erwachsene Männer sind, die wissen, dass Sie damit den Schwanz an der Garderobe abgeben. Was mir auch aufgefallen ist: Die heiratswilligen Damen sind optisch alle unterdurschnittlich, kompensieren das aber mit überdurchschnittlichen Ansprüchen.

Dabei lautet die goldene Regel für jede Frau, die eine Beziehung aufrechterhalten will:

Gerechtfertigte Ansprüche = 1000 / (Taillenumfang x Alter)

Der Wert der gerechtfertigten Ansprüche ist dann zwischen 1 (alle Wünsche werden von den Augen abgelesen) und 0 (sei froh, dass du überhaupt an meiner Seite sein darfst). Konkretes Beispiel: Eine 20-jährige mit Taillenumfang 60cm bekommt den Wert 0,83 – ist sie dann 35 Jahre und hat auf 100cm Taille zugelegt, sinkt der Wert auf 0,28.
Frauen haben aber von Natur aus das Problem, dass ein einmal erreichter Anspruchswert in Ihren Augen dauerhaft gilt (obwohl er wie aus der Formel leicht abzulesen mit dem Alter sinkt) – darum die alleinstehenden Damen ab 40, die niemanden mehr abkriegen.

Das waren noch Zeiten…

Warum es keine männlichen Schlampen gibt (Gedanken zum „slut-shaming“)

Unter einer Schlampe versteht man landläufig eine Frau mit einer umfangreichen Zahl an Geschlechtspartnern im negativen Sinne – bei Männern gibt es diese Bezeichnung nicht, eine häufige Zahl an Geschlechtspartnern (sofern es sich nicht um Prostituierte handelt) ist sogar eine Art „Leistung“, der Mann ist als erfolgreich.

Feministinnen prangern diese Unterscheidung nach Geschlechtern zu Recht an und fordern, dass sexuelle Freiheit bei Frauen ebenfalls bewundernswert sein soll („slut-shaming“ soll geächtet werden, also sexuell stark aktive Frauen sollen nicht mehr abgewertet werden).

Die unterschiedliche Behandlung der Geschlechter in Bezug auf die Sexualpartner durch die Gesellschaft ist historisch (Feministinnen würden sagen: durch das Patriarchat) bedingt. Abgesehen von Geschlechtskrankheiten, deren Übertragung beide Geschlechter gleichermaßen gefährdet, liegt da Risiko beim Geschlechtsverkehr eindeutig bei der Frau: Sie kann schwanger werden und steht dann mit einem Kind da, der Erzeuger vertschüsst sich oder ist möglicherweise gar unbekannt („b’soffene Disco-Gschicht“). Das Risiko der Frau beim außerehelichen Sex muss also kompensiert werden (dazu kommt der geringer ausgeprägte Sexualtrieb) und in unserer Gesellschaft werden Risiken mit Geld bzw. geldwerten Vorteilen kompensiert. Darum gibt es Prostitution, das älteste Gewerbe der Welt.

Seit Erfindung der Pille vor mehr als 50 Jahren, die Verfügbarkeit von Kondomen und weiteren Verhütungsmitteln ist dieses Risiko der Schwangerschaft de facto nicht mehr gegeben (ausgenommen Ooops-Schwangerschaften welche aber andere Gründe haben). Rein der Logik folgend, müsste durch das geringere Risiko jetzt auch der zu zahlende Ausgleichsbetrag für die Risikokompensation geringer geworden sein – oder einfach ausgedrückt: Sex müsste für Männer billiger geworden sein (vergleiche Sex kostet Geld) – ist es aber nicht, wie kann das in einer Marktwirtschaft denn sein?

Dazu muss man etwas genauer hinschauen: Ursprünglich, also Ende der 60er, Anfang der 70er wurde Sex für Männer tatsächlich erschwinglicher/erreichbarer/billiger. Die freie Liebe, Make Love Not War, Kommunen, etc. – alles gab es: Die Frauen hatten Ihren Spaß, die Männer sowieso – alles war Flower-Power. Das funktionierte aber nur in Gesellschaften voller Kinderlosigkeit, sobald ein kleiner Schreihals auf der Welt ist, braucht dieser Versorgung – emotional, zeitlich und auch finanziell: Alpha fucks, Beta bucks (wobei damals in den Kommunen auch einige Beta temporär zum Stich gekommen sein werden, Drogen sei Dank).

Abgesehen davon: Männer waren und sind immer bereit für Sex Geld springen zu lassen (bzw. Aufwand zu treiben). Und damit schließt sich der Kreis, warum sexuell hyperaktive Frauen verächtlich als Schlampen bezeichnet werden:

Stell‘ dir vor du fährst an die Tankstelle, an der Zapfsäule hat jeder vorher für den Liter Diesel 1,10 EUR bezahlt (zumindest bist du dir ziemlich sicher, dass es so war, weil es schon immer so war) – jetzt kommst du dran und der Preis beträgt 5,50 EUR pro Liter. Je nach Charaktertyp wird sich der Tankstellenbesitzer einiges anhören müssen oder sogar Schläge bekommen. So verhält es sich mit den „Schlampen“: Diese waren mit vielen Männern im Bett, also offenbar leicht rumzukriegen – für wenig Geld und/oder Aufwand. Wenn es bei einem selbst auch so einfach wäre, dann hätte man einfach eine nette Vögelei, die Frau wäre eventuell „kein Mädchen von Traurigkeit“, aber keine Schlampe. Die wird sie erst, wenn bei einem selbst der geforderte Preis höher ist, als man es bei den vorherigen Partnern vermutet hätte, so wie bei der Tankstelle eben. Dann macht man seinem Frust Luft, in dem man die Dame beschimpft – kommt man zum Stich hat man diese Gedanken gar nicht.

Um dem Feminismus Rechnung zu tragen, bräuchten die Damen einfach nichts mehr für den Sex verlangen, dann würde sich diese Unterscheidung zwischen den Geschlechtern von selbst erledigen. Solange aber Frauen, immer noch eine Eroberung erwarten, Aufmerksamkeit in Form von Geschenken, Einladungen zu Essen, Ausflügen und Urlaub – kurzum: solange sie selbst für ein Missverhältnis zwischen den Geschlechtern sorgen, wird der Nebeneffekt, dass Frauen für ihre Sexualhistorie beurteilt werden, weiterhin bestehen bleiben. Aus Frauensicht ist es trotzdem ein guter Deal: Manche werden beschimpft, aber jede Frau kann für sexuelle Aktivität Geld oder geldwerte Vorteile erhalten.

Darum wird sich auch nichts in dieser Hinsicht ändern und der Kampf gegen das „slut-shaming“ ist im besten Falle nicht durchdacht und in der Realität einfach nur scheinheilig.

„Flirten ist Teil meiner Kultur/meines Erbes“ – „Was bedeutet das?“ – „Ihre Mutter war ebenfalls eine Schlampe“

Oops – Schwanger!

Nachdem es in meinem etwas jüngeren männlichen Bekanntenkreis nun schon wieder vorgekommen ist, dass die Freundin ungeplant schwanger wurde obwohl sie die Pille nimmt, wird es Zeit einen Eintrag darüber zu verfassen.

In beiden Fällen innerhalb von 18 Monaten sind die Männer unverheiratet, karrieretechnisch erfolgreich und Anfang 30, die Freundinnen Ende 20. Ein Kind ist nicht geplant, die Männer haben auch nicht vor zu heiraten, sondern gehen es locker an. Die Herzensdamen sind laut jeweiliger Eigenaussage damit einverstanden und haben (zumindest derzeit bzw. in naher Zukunft) auch keinen Kinderwunsch und sind auch nicht religiös (Abtreibung und so).

Bei den Damen läuft es aus beruflicher Sicht mal etwas holpriger und just in dem Moment werden sie schwanger, beim zweiten armen Tropf sogar mit Zwillingen. Eine Abtreibung kommt überhaupt nicht in Frage, denn „jetzt ist es so und es ist ja auch etwas Wunderschönes“.

Bei Fall Nummer 1 wurde die Schwangerschaft überhaupt bis ins fünfte Monat verschwiegen, zum Zeitpunkt der Zeugung waren die beiden übrigens 6 Wochen zusammen.

Bei Fall Nummer 2 dauerte die Beziehung schon länger und die Dame versuchte sich in Sachen Hypergamie – beim ersten Treffen mit ihr und der Erwähnung ich sei Unternehmer sprang sie sofort darauf an – Aber danke, nein, danke 🙂

Wie haben sich die Männer nun verhalten: Fall Nr. 1 legt sehr viel Wert darauf, was andere von ihm halten. Er hat also sein Arbeitszimmer zu einem Kinderzimmer umfunktioniert, als das nicht gereicht hat wurde die Wohnung gegen ein Haus am Stadtrand getauscht. Der Großteil seines Einkommens fließt in Frau und Kind, die geplante Neuwagenanschaffung ist vorerst einmal verschoben.

Fall Nr. 2 hingegen ist eine coole Socke – ihm war immer schon ziemlich egal, was die Leute von ihm halten. Also hat er seinen gut bezahlten, angesehenen aber auch etwas anstrengenden und langweiligen Verwaltungsjob gekündigt. Nachdem sich seine Freundin nicht an die besprochene Lebensplanung gehalten hat, sieht er auch keinen Grund dafür. Er macht jetzt etwas, was er immer schon tun wollte und was zwar nicht anstrengend ist, aber nicht mal ein vierstelliges Nettogehalt bedeutet, später wird’s wohl mehr werden.

Was lernen wir daraus: Wie man mit einer ungeplanten Schwangerschaft umgeht, ist jedem selbst überlassen. Idealerweise lässt man es überhaupt nicht dazu kommen. Stichwort: Vasektomie.
Wer nicht an sich herumschnippeln lassen will, kann zumindest noch eine Variante probieren: Im Büro kommt es häufig vor, dass Kolleginnen Kinder werfen und dann wenige Monate später mit den Schreihälsen auf Besuch ins Büro kommen. Die meisten anderen Damen rufen dann „Oh, wie süß!“, aber einige wenige wollen davon nichts wissen – mit denen kann man eventuell etwas versuchen, von der „Oh, wie süß!“-Fraktion muss man als Nicht-Vasektomierter unbedingt die Finger (und andere Körperteile) lassen.