Das 1000-Frauen-Experiment

Vor einigen Tagen hat sich der Blog „Alles Evolution“ in einem Beitrag kritisch mit dem Begriff des Sexuellen Marktwerts auseinandergesetzt.

Dieser wird für die beiden Geschlechter vereinfacht so dargestellt:

Er trägt dem Umstand Rechnung, das sexuelle Attraktivität bei Frauen durch Männer meist mit ihrer körperlichen Attraktivität zu tun hat, umgekehrt Frauen sich von Vermögen/Macht/Einkommen sehr angezogen fühlen. Dieses Thema wird auch in der Leitertheorie aufgenommen.

Das sind selbstverständlich unwissenschaftliche Betrachtungen und nie wurde etwas anderes behauptet. In wissenschaftlichen Abhandlungen wird der sexuelle Marktwert als „Heiratsmarktwert“ bezeichnet, beispielsweise in einer aktuellen amerikanischen Studie, die sinkendes Einkommen von Männern mit geringerer Heiratswahrscheinlichkeit in Zusammenhang bringt.

Im Wesentlichen werden 2 Kritikpunkte vorgebracht:

Mrnschen lassen sich nicht so einfach über einen Kamm scheren
Dieses generelle Totschlag-Argument lässt sich auf jede Statistik über die Bevölkerungsgesamtheit anwenden, darum ist es ja ein Mittelwert und es gibt zahlreiche Ausreißer.

Ich habe in einem Kommentar unter dem Post geschrieben, dass es sehr wohl einen sexuellen Marktwert gibt, den man über Schwarmintelligenz ermitteln kann. Ich habe dazu das Beispiel gebracht, dass in einem Raum eine große Menge von Frauen sitzt und anschließend Männer einzeln in den Raum hineingeschickt werden, und Damen sich ähnlich wie beim Speed-Dating dafür entscheiden können, diesen Mann näher kennenzulernen (JA) oder ihn als potentiellen Lebens-/Sexualpartner definitiv ausschließen (NEIN).
Anhand des Verhältnisses von JA/NEIN kann also durchaus ein sexueller Marktwert für jeden Mann ermittelt werden.

Wichtig dabei ist, dass Frauen so extrem kritisch bei der Partnerwahl sind (sein können), dass es definitiv keine lineare Verteilung zwischen den Männern gibt, sondern nur ganz wenige überhaupt eine große Zahl von JA-Stimmen bekommen würden. Dies lässt sich anhand von Statistiken von OKCupid sehr anschaulich darstellen:


Frauen finden die meisten Männer Scheiße, während Männer Frauen recht realistisch einschätzen (viele sind Mittelmaß, nur wenige sind wirklich unattraktiv, aber heiße Feger gibt es auch nicht allzuviele). Quelle: http://www.zeit.de/zeit-magazin/2016-04/partnerboerse-parship-elite-online-digitales-kennenlernen-liebe/seite-3

Der zweite Punkt ist da schon deutlich treffender: Auf jeden Topf passt ein Deckel, Ansorüche sind verschieden

Damit soll ausgedrückt werden, dass es nicht einen universellen Marktwert pro Person gibt, sondern jeder seine eigenen Vorlieben hat. Man muss ja schließlich nur einen einzigen Partner fürs Leben finden, wenn andere den nicht so toll finden, aber man selber darauf abfährt – dann passt das schon.

Das hat aber auch wieder mit Statistik zu tun – der sexuelle Marktwert beschreibt, wie wahrscheinlich es ist, dass eine x-beliebige Person mit attraktiv findet. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen passenden Partner finde. Aber es gibt eben keine absolute Gewissheit. Bin ich also ein kleinwüchsiger, beleibter Mann mit Halbglatze und niedrigem IQ kann sich trotzdem eine Miss-World-Kandidatin finden, die sich genau davon angezogen fühlt. Wahrscheinlich ist es halt nur nicht, und mehr sagt der sexuelle Marktwert auch nicht aus.

Ich wurde für mein Beispiel mit den 1000 Frauen im Raum von einer anderen Leserin kritisiert. Ich bin nun mal ein oberflächliches Schwein, dass relativ rasch sagen kann, ob ich jemanden attraktiv finde oder nicht. Die Leserin hingegen scheint eine echte Amiga zu sein, denn für sie wäre die Teilnahme an einem solchen Experiment völlig undenkbar, schließlich könne sie einen Mann nicht innerhalb so kurzer Zeit beurteilen, da sie ja sooo vielfältig ist und soviele Faktoren in Ihrer Partnerwahl berücksichtigt.

Das mag ja alles schon so sein, aber trotzdem scheidet der Großteil der Frauen einen Mann innerhalb von Sekunden aus. Die anderen dürfen sich weiter „bewerben“. Innerhalb von 10 Sekunden entscheiden Frauen (und Männer) ob ein Gegenüber überhaupt als Sexualpartner in Frage kommt – das hat der Psychologe Karl Grammer herausgefunden. Und um mehr geht es beim sexuellen Marktwert nicht. Ob sich daraus eine stabile Beziehung oder gar eine Ehe entwickelt, hängt dann schon von der Kompatibilität der beiden Menschen ab.

Die Leserin, für die das Unmöglich ist, scheint also eine absolute Minderheit zu sein – denn wäre das für Frauen absolut unmöglich, würde TInder wohl nicht funktionieren, denn genau das wird da gemacht: Oberflächliche JA/NEIN-Entscheidungen getroffen. Ein Mann ist hier im Vorteil, denn Schönheit erkennt man sofort, potentielle Versorgerqualität erfordern mehr Recherche und Statussymbole können Frauen hier zu Ihrem Nachteil täuschen. Wären Frauen zu solchen Entscheidungen aber überhaupt nicht im Stande, würde es bei Tinder keinen Match geben.

Basiswissen Crashkurs: Hypergamie und Partnerwahl

The Rational Male hat vor wenigen Tagen einen hochinteressanten Beitrag veröffentlicht, in dem es um (de-)sexualisierte Zonen geht. Diese Zonen sind Arbeit, Universität, Discos, etc. und abhängig von den Orten sind verschiedenen Formen sexualisierten Verhaltens (darunter fallen schon Flirt- und Kontaktversuche) erlaubt, verpönt oder auch mit strafrechtlicher Relevanz verboten. Die USA sind da schon weiter, aber es wird auch in Europa so kommen. Warum dies so ist, was das für Auswirkungen hat und warum damit weibliche Sexualität bevorzugt und männliche limitiert wird, werde ich in einem zukünftigen Post erläutern.

Zuvor ist es aber notwendig, einiges an Grundlagenwissen aufzubereiten.

Ein wesentliches Element ist die weibliche Hypergamie, also das Streben nach einem jeweils „besseren“ Partner als man selbst ist – also mehr Einkommen, mehr Status, etc. selbst wenn man (frau) gerade in einer Beziehung ist. Mehr dazu kann man in einem früheren Post von mir nachlesen: Hypergamie.

Rund um dieses Thema bin ich auf einen aufschlussreichen Blogeintrag der Flirtplattform OKCupid gestoßen, die aufgrund der großen Zahl an Mitgliedern interessante Statistiken erstellen können (englischsprachiger Originalpost: https://blog.okcupid.com/index.php/your-looks-and-online-dating/)

Die Ausgangslage ist, dass Mitglieder sich gegenseitig bewerten können, wie attraktiv sie einander finden. Männer bewerten Frauen so:

Also eine schöne, gleichmäßige Kurve – viele durchschnittlich attraktive Frauen, weniger nicht attraktive und ebenso wenig sehr attraktive Frauen. Man könnte auch sagen, dass die Schwarmintelligenz der Männer fair und ausgewogen ist.

Und so bewerten Frauen die männlichen Profile:

Relevant ist die gepunktete Linie!
Relevant ist die gepunktete Linie!

Kurzgesagt: 80% der Männer sind für Frauen unterdurchschnittlich attraktiv. Das führt natürlich die Definition von „Durchschnitt“ ad absurdum, dokumentiert aber sehr gut, wie Frauen ticken: 80% der Männer sind einfach uninteressant, 20% sind für sie interessant. Das nennt sich: Apex Fallacy.
Das bedeutet des Weiteren, dass sich die Gesamtheit der Frauen (Anzahl X) auf eine Teilmenge der Männer (Anzahl X/5) konzentrieren und entweder diese Top-20% einen Harem haben oder Frauen überbleiben. Und es erklärt natürlich auch, warum Frauen lieber einen attraktiven Mann mit einer anderen Frau teilen, als einen durchschnittlichen Mann exklusiv für sich zu habe – der durchschnittliche Mann ist einfach nicht interessant!

Die unteren 80% der Männer existieren einfach nicht, selbst eine Frau mit niedrigem sexuellen Marktwert fängt bei den Top-20% der Männer an und bleibt dann über. Eine 10er-Frau (oberstes Dezil) kriegt natürlich auch einen 10er-Mann (oberstes Dezil) und darunter zanken sich die Zicken um die 9er-Männer (zweithöchstes Dezil) und alle anderen Männer sind de facto uninteressant.

An diese 80% der Männer richtet sich auch mein Appell: Wenn dann euer Erfolg bei Frauen plötzlich höher wird, je näher ihr (und die Frauen) eurem 30. Geburtstag seid, dann hängt das an 2 Faktoren: Euer sexueller Marktwert ist gestiegen, weil ihr nun deutlich mehr Status und Einkommen habt oder die Frau sucht einen Versorger, weil sie die Suche nach einem 9er/10er aufgegeben hat, zumindest diesen exklusiv an sich binden zu können (Sex mit 9er/10er haben die Schwanzkarusselreiterinnen natürlich gehabt). In beiden Fällen ist das weibliche Interesse an euch wenig schmeichelhaft, weil es nichts mit eurer Persönlichkeit zu tun habt und genauso oberflächlich, wie wenn ein Mann sich seine Partnerin nach der Größe ihrer sekundären Geschlechtsmerkmale aussucht.

Der Feminismus als Teil des Sozialismus führt neben den zahlreichen Möglichkeiten der Empfängnisverhütung dazu, dass eine Frau heute nicht mehr auf einen Mann zur Versorgung angewiesen ist: Aktive Bevorzugung durch den Feminismus sowie eine Absicherung durch den Sozialstaat und die Selbstkontrolle, ob man schwanger wird, erlauben die „Generation der freien Liebe“. Wenn man als Mann jetzt glaubt „Hey super, freie Liebe, es wird also viel und unverbindlich gevögelt, da komme ich auch öfters zum Stich, der irrt“ (sofern er nicht zu den Top-20% gehört, was ja einer Wahrscheinlichkeit von 80% entspricht).

Ich zitiere mal Hans-Hermann Hoppe, „Eine kurze Geschichte der Menschheit: Fortschritt und Niedergang„:

Wie jeder Tierzüchter weiß, reicht tatsächlich ein einziges
Männchen aus, um alle Weibchen ständig trächtig zu halten.
Somit bedeutet freie Liebe faktisch, dass sehr wenige Männer
die meisten Frauen, und besonders die attraktivsten und
fortpflanzungsmäßig verlockendsten Frauen "hatten", während
die meisten Männer die zweifelhafte Pflicht hatten, bei der
Aufzucht der Kinder anderer Männer zu helfen.

und weiter:

Und weil Männer bei der Auswahl von Sexualpartnern weniger
wählerisch sind, können in einem System der freien Liebe
selbst die am wenigsten attraktiven Frauen realistisch
erwarten, gelegentlich Sex mit einem der attraktivsten
Männer zu haben und somit dessen "überlegene" Gene
möglicherweise an den eigenen Nachwuchs weiterzugeben.

Ebenfalls interessant (Quelle): Aufgrund von Genanalysen konnte festgestellt werden, dass sich nur 40% der Männer, die je auf diesem Planeten gelebt haben, sich fortgepflanzt haben, während das auf 80% der Frauen zutrifft. Frauen wollen also fast alle Kinder haben. Für einen Mann gilt historisch gesehen, dass es wahrscheinlicher ist, keine Kinder zu haben, als Kinder zu haben (MGTOW forced by nature sozusagen). Auf den Einwand, dass sich ja 40% der Männer fortgepflanzt haben und nicht nur die attraktiven 20% lautet meine Theorie: Die Frauen sagen  sich „Wenn ich schon keinen Alpha abkriege, dann will ich wenigsten Kinder haben und einen Versorger finde ich schon“. Entscheidender als die Prozentzahlen für die Aussagekraft der Behauptung sind ja auch die Verhältnisse der Geschlechter und das ist bei 1:2. Für Fußballfans verständlich zusammengefasst: Frauen sind das Standbein der Evolution, Männer das Spielbein.

Die weibliche Gottesanbeterin verschlingt das Männchen in wenigen Minuten nach dem Geschlechtsakt... während das Menschenweibchen es vorzieht, dies über die gesamte Lebenszeit zu tun.
Die weibliche Gottesanbeterin verschlingt (vernichtet) das Männchen in wenigen Minuten nach dem Geschlechtsakt… während das Menschenweibchen es vorzieht, dies über die gesamte Lebenszeit zu tun.

 

Männlicher Sexneid schlägt in Frauenverachtung um

In vielen Männerforen wird oft verächtlich über junge Frauen, die das Schwanzkarussell reiten (=viele Sexualpartner haben) hergezogen, dabei ist doch genau das die männliche Phantasie: Großen Andrang an Sexualpartnern zu haben, sich aus den vielen Angeboten das Geilste (im wahrsten Sinn des Wortes) aussuchen zu können.

Das was wir den Frauen vorwerfen, wollen wir eigentlich selbst. Das ist wohl sie ziemlich die beste Definition von Neid, und zwar von destruktivem Neid – wir vergönnen es den Frauen nicht. Wenn die Frauen dann optisch gegen die Wand fahren (englisch „hit the wall“) und dementsprechend der Andrang zurückgeht, dann machen sich viele Männer darüber nochmals lustig. Also zuerst Verachtung für das Handeln, dann Arroganz.

Dabei sind die meisten Männer nicht viel besser und dann ab den 30ern, wenn sich der sexuelle Marktwert umdreht und die Männer im Vorteil sind, wird dies genauso ausgenutzt. Angebot und Nachfrage wie in jedem Markt eben. Natürlich schwingt da immer ein wenig Genugtuung mit, schließlich wurde jeder Nicht-Alpha in jungen Jahren mit wenig Einkommen und wenig Status von den Frauen verarscht – lassen sich auf Getränke und mehr einladen und nutzen den Mann als Orbiter in dem Sie ein Interesse vorheucheln, das gar nicht existiert – Sie sind einfach berechnend auf Ihren Vorteil aus, das Angebots-/Nachfrageverhältnis zu Ihren Gunsten noch mit zusätzlicher Täuschung verstärkt für sich nutzen.

Also: Alles nur zu gut verständlich, aber es sollte trotzdem nicht in Frauenverachtung umschlagen. Die Natur hat den Geschlechtern verschiedene Stärken und Schwächen gegeben und diese dann auch noch in den verschiedenen Lebensphasen ungerecht verteilt. Begeben wir uns also nicht auf eine Stufe mit dem Radikalfeminismus sondern erkennen wir diese natürliche Unterschiede als gegeben an – unterm Strich hat wohl keines der Geschlechter große Vorteile, sondern nur unterschiedliche Möglichkeiten. Da ich nun um die 40 bin, habe ich die „schlechten“ Zeiten meiner männlichen Existenz schon hinter mir gelassen und kann mich auf die Zukunft freuen, die einfach nur Spitze sein wird.

Zu viele männliche Chefs - Die Anzahl von LKW-Fahrern, Kohlenminenarbeitern und Müllmännern ist aber absolut ok

MGTOW – alles Loser?

Auf allesevolution gibt es einen neuen interessanten Beitrag zum Thema MGTOW. Gerade im Zusammenhang mit den Kommentaren würde sich einem Außenstehenden der Zustand aufdrängen, MGTOW wäre eine Notlösung für Männer, die eben keine abkriegen – eine Rationalisierung des eigenen Misserfolgs am Partnermarkt. Ich habe daher dort einen Kommentar verfasst, den ich auch hier veröffentlichen möchte (Tippfehler korrigiert):

MGTOW hat 5 Stufen (siehe mein Blog), es ist also kein binärer Zustand. Absolut alle Leser hier sind zumindest auf Stufe 1, der Stufe an der man erkennt, dass das Geschlechterverhältnis in der Realität nicht so ist, wie in Gesellschaft und Medien propagiert.

MGTOW ist Wissen über Geschlechterbeziehungen – ob man dann eine Beziehung führt oder nicht (eventuell auch keine führen kann, weil man erkennt, dass der eigene sexuelle Marktwert nicht hoch genug ist oder die Ansprüche an den potentiellen Partner den eigenen Wert übersteigen), ist dann ein Umstand, auf den MGTOW keine Antwort gibt und auch nicht geben will.

Ich wehre mich nur gegen die Behauptung, dass alle MGTOW-ler solche Lose sind, dass es einfach nur eine Rationalisierung der eigenen Unattraktivität auf das andere Geschlecht sei.

Klar, als ich noch mittelloser Student eines technischen Studiums war, war meine Erfolgsquote nicht besonders hoch und trotzdem hatte ich bis auf wenige Monate Unterbrechung eine Freundin.

Jetzt, wo ich in den Dreißigern bin, eine eigene Firma habe, ein lastenfreies Eigenheim, ein herzeigbares Auto (das MIR gefällt und das nicht dafür da ist, Frauen zu beeindrucken) und auch einige Ersparnisse – da bin ich so etwas von attraktiv (Gewicht habe ich auch verloren und bin jetzt am Idealgewicht und gleichzeitig großgewachsen). Aber es macht mir keinen Spaß mehr, es ist so durchschaubar. Darum bin ich MGTOW. Das heißt nicht, dass es nicht wunderbare Frauen auf dieser Welt gibt, aber ein großer Teil sucht einen Versorger und das will ich nicht sein!