Apex Fallacy, der Spitzenirrtum

Immer wieder kommt in der Manosphere der Begriff „Apex Fallacy“ vor, der teilweise schon als Ausdruck von Frauenfeindlichkeit bezeichnet wird, um den Verwender von vornherein zu diffamieren – dabei hat Apex Fallacy (von mir auf Deutsch als „Spitzenirrtum“) überhaupt nichts mit Frauen, Männern und Geschlechtern zu tun.

Mit Apex Fallacy, dem Spitzenirrtum, bezeichnet man den Umstand, dass die Spitze einer Gruppe (die Bestverdiener, die schnellsten Sportler, die schönsten Frauen,…) fälschlicherweise als repräsentativ für die gesamte Gruppe angesehen werden und daraus dann falsche Schlüsse gezogen werden: Eben ein Logikproblem, das unbewusst oder möglicherweise auch bewusst zur Täuschung verwendet wird.

Da der Feminismus nicht auf Logik aufgebaut ist, bedient er sich natürlich in extremem Maße des Spitzenirrtums, um alle Männer in einen Topf zu werfen. Beispiel: Der überwiegende Teil der CEOs ist männlich, also sind alle Männer in Spitzenpositionen und damit mächtig – das kann nur aufgrund von Diskriminierung, Männerbünden und gläserner Decke so sein. Eine schöne Veranschaulichung dieses Irrtums ist dieses Bild hier:

Hör auf, mich zu unterdrücken!

Man kann genauso das Bild des afrikanischen Läufers verwenden: Beim Marathon gewinnen überdurchschnittlich oft Afrikaner, also sind alle Afrikaner gute Marathonläufer.

Das kann man natürlich auch als Selbstkritik verwenden: Weil besonders gierige Scheidungstäterinnen viel in den Medien sind, sind alle Frauen geldgierig und wollen einen Mann nur ausnehmen. DAS IST UNSINN. Nicht alle Frauen haben diesen Plan, Männer auszubeuten. Allerdings werden sie von unserem Rechtssystem darin unterstützt, sollten sie sich einmal dazu entschließen. Und das ist der Kritikpunkt der MGTOWs: Wir kritisieren ein System, das dies möglich macht, nicht alle Frauen dafür, dass manche Ihrer Geschlechtsgenossinnen dieses System unfair ausnutzen.